Man muss auch mal gönnen können.

Ausgehend von meiner Idee zum Gobbo-Copter hatte ich auf Discord einen kleinen Austausch. Ist es klug, den Spielenden damit zu ermöglichen, ein Fluggerät zu erbeuten?

Meine Antwort ist ein klares ja. Man muss auch mal Gönnen können. Zu einem ganz ähnlichen Schluss kommt auch Florian vom Rollenspielblog https://rollenspielblog.net/rollenspiel/coole-herausforderungen/

Vielleicht ist es für neue Spielleiter:Innen ganz vernünftig, möglichst viel Kontrolle zu behalten aber wenn man ein paar mal den Job gemacht hat, kann man ruhig mal etwas in Spieler:Innenhände legen, das ihnen Möglichkeiten gibt, selbst das Heft in den Hand zu nehmen.

Aber kann das nicht die Kampagne „derailen“? Das würde ja implizieren, dass die Kampagne eine Railroad ist. Und sowas machen wir ja nicht oder? Oder?

Da wir sowas nicht machen, sind verrückte Dinge in Spieler:Innenhand sogar eine tolle Möglichkeit, als SL ein bisschen Verantwortung für die Story abzugeben. Wenn die Spieler:Innen ein Fluggerät und eine Bombe haben, wird ihnen mit Sicherheit was einfallen, um ein paar Sessions zu füllen. Die SL-Aufgabe ist dann nur noch, die Welt angemessen reagieren zu lassen. Und so soll es ja eigentlich sein.

Eine Sache gibt es aber doch, die erwähnt werden sollte: Man muss sich schon überlegen, womit man klarkommt. Denn: Die meisten Spieler:Innen hassen es (zurecht) wenn die SL ihnen ein Spielzeug wieder wegnimmt. Am besten tastet man sich also mit immer mächtigeren und verrückteren Sachen vor, bis man den Sweet Spot gefunden hat, bei dem es allen am Tisch (sogar der SL!) am meisten Spaß macht.

Fröhliches experimentieren,

-Seba

Veröffentlicht von Seba

Schreiberling aus Hamburg

2 Kommentare zu „Man muss auch mal gönnen können.

  1. Der Meinung bin ich auch. Die Jungs vom Rollenspiel-Prepcast sagen gerne, man solle der Gruppe eine Atombombe geben und dann zusehen, wie sie sich nicht trauen, irgendetwas damit anzufangen. Ganz so weit muss man nicht gehen, aber mächtige, gerne etwas abseitige oder unpraktische Besitztümer (ein Gobbocopter, eine Kanone mit leichten Fehlern, eine Baronie im Sumpf) machen gute Geschichten.

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  2. @Seb: Danke fürs Verlinken. Und wenig überraschend gebe ich dir 100% Recht. Mit einem Gobbocopter und einer Bombe ausgestattet, kann und muss man kaum noch was vorbereiten. Und wenn das irgendwann langweilig wird, kann man immer noch sich gemeinsam darauf einigen, dass es sich ausgecoptert hat.

    @Rackhir: Guter Hinweis mit dem Prepcast, danke. Tatsächlich habe ich Tipp #1 meines Artikels aus der Sache mit der Atombombe gelernt. Hab daher nochmal einen Transparenzhinweis ergänzt. 😉

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