[Campaign-every-other-day 2024 – Teil 8]Sonne, Drogen& Revolution

Ich denke, die Idee zu diesem Kampagnenkonzept hab ich vor allem von der Computerspiel Reihe „Just Cause“, die mir ein Freund irgendwann mal, während eines bierseligen Couch Koop Abends zeigte. Dazu kammen dann noch die Einflüsse mittelmäßiger achtziger Jahre Actionfilme und anderer Open World Spiele, wie etwa Far Cry. Und natürlich klassisches Sandbox Pen&Paper.

Die Idee, Glücksritter in einer Sandbox zu spielen, die aus einer tropischen Insel mit Klischee achtziger Jahre Bananenrepublik besteht lässt mich seit dem nicht mehr so richtig los.

Im Groben baut sich das Setting, folgt man den Klischees, fast von allein:

Da gibt es natürlich zum einen den möchtegern-großen Diktator, mit seinen korrupten Freunden und Familienmitgliedern.

Dann gibt es selbstverständlich die Revolutionäre, die diesen stürzen und eine neue bessere Republik errichten möchten.

Dann gibt es Drogenboss/Kartelle die die Insel und sein Hinterland, als Anbauort und Umschlagsplatz nutzen. Gegen Geld und Unterstützung unter Duldung der Machthaber.

CIA und andere westliche Geheimdienste stützten die Regierung, aus Angst vor den bösen Revoluzzern, sind aber keine Fans von Drogenhandel und Berichten über Menschenrechtsverletzungen.

KGB unterstützt die Revolutionäre.

Dann gibt es natürlich noch die „normalen Leute“ in Stadt und Land, freie Journalisten, unbedarfte Ausländer oder welche mit wirtschaftlichen Interessen und andere, die immer wieder zwischen die Fronten geraten.

Dann gibt es in den großen Fraktionen natürlich noch Raum für Unterfraktionen: Ambitionierte Aufsteiger, die gerne selbst Diktator oder Drogenboss wären. Revolutionäre,denen es nur darum geht die Macht zu übernehmen gegen wirkliche Idealisten.

Ebenso kommen mir gleich ein paar Locations in den Sinn.

Dörfer im Hinterland unter der Knute einer Fraktionen oder ihr gar treu ergeben.

Drogenplantagen und geheime Flugplätze.

Militärbasen und geheime Camps der Revolutionäre

Beeindruckende Luxushotels und Casinos in denen sich der Jetset, Geheimagenten und die Eliten der Insel ein Stelldichein geben.

Der Präsidentenpalast und Villen der Eliten, Drogenbosse und des Jetsets.

Lagerhallen in Waffen und Drogen umgeschlagen werden.

Und so weiter.

Einstiege und Aufträge gibt es auch ein paar brauchbare.

Die Spielercharaktere werden von einem Geheimdienst oder einer anderen Organisation direkt angeheuert, um gegen eine der Organisationen zu agieren. Ein Attentat durchführen oder verhindern. Eine Einrichtung oder Drogen oder Waffenlieferung zerstören oder beschützen.

Eine reiche Geisel, ein gefangener Agent oder freier Journalist soll befreit werden.

Im weiteren Verlauf können sie sich dann entscheiden auf welche Seite sie sich schlagen wollen oder ob sie ihr eigenes Ding als Glücksritter oder Philanthropen machen wollen.

Man könnte auch noch übernatürliche und fantastische Elemente einbringen, aber obwohl das ein paar spannende Möglichkeiten eröffnet, würde ich hier lieber drauf verzichten.

Systemseitig bin ich mir unsicher, ob ich auf ein OSR-System zurückgreifen sollte, was seinen Reiz hat, aber wahrscheinlich eine Menge Arbeit nach sich zieht, da es da an Regeln für moderne Ausrüstung mangelt. Die man dann selbst erstellen muss. Und/oder man sammelt und sichtet eine Menge verstreute Optionalregeln.

Als Nu-OSR System könnten die Into the Odd Regeln, vielleicht herhalten. Die sind ja noch regelärmer als viele OSR Systeme und wahrscheinlich leichter und mit weniger Aufwand hackbar (wie die coolen Kinder heute sagen).

Alternativ würde ich zu Savage Worlds greifen, womit ich sehr vertraut bin und das alles mitliefert, was ich brauche. Und zudem das Action Movie feeling besser transportiert.

Auf jeden Fall hätte ich, bei Gelegenheit, mal Lust auf Sonne, Drogen& Revolution, wenn mir denn nur ein guter Name für die Insel einfällt und ich die Systemfrage geklärt habe.

2 Kommentare zu „[Campaign-every-other-day 2024 – Teil 8]Sonne, Drogen& Revolution

  1. Klingt alles sehr wirklichkeitsnah, bis auf den Teil, wo der CIA gegen Drogenhandel und Menschenrechtsverletzungen ist… ;o)

    Als alter Fan des Brettspiels Junta spricht mich das jedenfalls total an.

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  2. Berichten von Menschrechtsverletzungen – nur keine Fans von Berichten darüber. Wobei das bei den Drogen natürlich auch eher so wäre.

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