Die 35. Namenlosen Tage in Syke

Seit 2006 bereits finden im beschaulichen Syke die Namenlosen Tage statt Ein RollenspielCon und ein wenig mehr. Und 26. Und 27. September fuhren meine Frau und ich nun endlich zum ersten Mal dorthin.

Die Namenlosen Tage finden sogar immer zweimal im Jahr statt, nämlich am letzten März und am letzten September Wochenende.

Untergekommen in Bremen in dem Hotel, in dem ein Freund arbeitet, fuhren wir Freitagabend und Samstagmorgen eine gute Stunde durch Niedersachsen zum Schulzentrum in Syke zur dortigen Realschule.

Die Tatsache das es ein Schulzentrum ist und auch einen Sportplatz und ein Theater dort gibt, sorgte dafür, dass es viele Parkplätze in der näheren Umgebung gab. Länger als 5 – 10 Minuten musste man nicht laufen, um zum Con zu kommen.

Der Eingang zum Con befand sich auf dem Schulhof des Gebäudes, ein wenig abgeschirmt vom restlichen Gelände. Der Eintritt für alle Tage betrug pauschal 10 Euro, wer nur Sonntag kommen wolltezahlte 1 Euro.

Die Eintrittskarte diente mit ihrer Nummer gleichzeitig das Los einer Tombola am Samstag Abend.

Ebenfalls konnte man bei der Kasse für 10 Euro eine hübsche Contasse erwerben, die man bei der Schulküche ständig mit Kaffee, Tee oder Kakao mit Milch oder vegan füllen konnte.

Durch einen langen Flur kam man an diversen Händlern vorbei – u.a. Highlander Games aus Bremen, Koboldnest, FMB Tabletop und Deutsche Lovecraft Gesellschaft – zur Halle, einem großen Raum mit Bänken und Tischen. Hier konnte man entspannen und quatschen, oder Magic oder Brettspiele spielen. Außerdem gab es einen großen Saal für Tabletopspiele. Die Plätze in der Halle waren jedoch insbesondere am Samstag heiß umkämpft.

Die Rollenspielrunden waren in den Klassenräumen verteilt, bis zu 4 in einem Klassenraum, was mit der entsprechenden Geräuschkulisse daherkam.

Da der Con 48 Stunden geöffnet war, gab es auch die Möglichkeit, in Fluren und Klassenräumen zu schlafen, was auch genutzt wurde.

Wer eine Runde anbieten wollte, bekam einen vorgefertigten Zettel und füllte ihn aus, hängte ihn in der Halle an eine Pinnwand und wartete. Füllte sich die Gruppe bis eine Stunde vor Spielbeginn, ging man zur Info, bekam einen Startet Stempel verpasst, gegen ein Pfang ein Tischschild mit der Tischnummer verliehen – das Pfand war kein Geld sondern Auswes, Führerschein, Krankenkassenkarte etc. –, hing den Zettel mit der Tischnummer wieder auf und suchte den Raum mit dem Tisch.

Die Toiletten waren zentral gelesen, groß genug und wurden am Samstagmorgen gereinigt.

Für das leibliche Wohl gab es einen arabischen Foodtruck bei dem man Schawarma, Falafel mit oder ohne Pommes, Hamburger und Cheeseburger und Softdrinks gab.

Außerdem am Samstagnachmittag einen Crepesstand für 2 Stunden.

Auf dem Schulhof gab es auch noch ein paar Tische mit Bänken und Sitzmöglichkeiten.

Nebenbei wurden auch zusätzlich Lose verkauft.

Am Samstagnachmittag gab es noch eine Lesung der Autorin Marah Woolf, die ihren Romantasy Roman Zorn der Engel vorstellte. In der Vergangenheit waren auch schon bekannte Autoren wie Bernhard Hennen dort zu Gast, und im nächsten Jahr heißt es soll Wolfgang Hohlbein dort lesen.

Die Tombola am Samstagabend in der Aula der Schule war dann ein kleiner Höhepunkt. Mit einem Zufallsgenerator wurden 1 – 3 Kartennummern ausgelost, die sich diverse Preise abholen konnten. Alle gesponsert von den anwesenden Händlern gab es von großen Brettspielen bis zu Würfeln und einer Ahsoka Tano Actionfigur einiges zu gewinnen. Moderiert sehr unterhaltsam von Alexander Lenz, mittlerweile selber Autor von einigen Rollenspielen wie zum Beispiel Soudard. Wobei jeder ausgeloster nur einen Preis ausgehändigt bekam, auch wenn er mehrere Karten gesammelt hatte von Gästen, die schon gegangen waren. Zu diesem Zeitpunkt sprachen die Veranstalter von ca. 560 Gästen, am Ende sollten es 596 Besucher sein, die eine Karte gekauft hatten.

Damit kommt er natürlich nicht an die großen Cons wie NordCon, RatCon, Krähenfee heran, aber hat doch durch seine Kontinuität eine beachtliche Große erreicht, wie ich finde.

Insgesamt finde ich den Con sehr schön, einzig an der Zahl weiterer Sitzplätze für die Nichtspielenden müssen sie arbeiten, denn die Halle schien mir ein wenig eng zu werden.

Ebenfalls ein nettes Feature ist die Whatts App Gruppe, in der man über alle möglichen Neuigkeiten rund um den Con informiert wird.

Wir werden sicher wieder hinfahren, ich denke sogar zu mindestens einem im nächsten Jahr werden wir versuchen wieder dorthin zu kommen.

Ein Artikel aus der örtlichen Presse:

Ein Kommentar zu “Die 35. Namenlosen Tage in Syke

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