Kampagnenbericht: Königsmacher – Teil 23

Eine heikle Hochzeit soll verhindert werden. Die Dinge geraten außer Kontrolle und eine Legende erhebt sich aus dem Nebel der Vergangenheit.

Session 48: Ein Versprechen für die Ewigkeit

anwesende Charaktere

Quon Jörk

22.-24 Desnus 4712 , Feuertag, Neu-Stetven, Brevoy

Zusammen mit einem von ihm zusammengestellten Grüppchen zwielichtiger Gestalten verschaffte sich Quon Zugang zu vertraulichen Informationen über die bevorstehende Hochzeit und deren groben Ablauf. Geplant war die Entführung der Braut noch bevor die eigentliche Zeremonie beginnt. Dazu infiltrierte man auf verschiedenen Pfaden die Burg um sowohl Angriffs- als auch Fluchtwege zu ermitteln. Die gewünschten Erfolge blieben nicht aus und somit war in der Nacht auf den 24. Desnus die Stunde der Wahrheit gekommen. Die Männer drangen in die Festung ein, während Quon von außen die Gemächer der Braut observierte.

Gerade zog er seinen Kopf ein Stück hoch, damit er durch das Fenster nach drinnen blicken konnte, da sah er die Lebeda-Braut mitsamt ihren Basen und Freundinnen zusammensitzen. Plötzlich sprang die Tür zu den Gemächern auf, die Türen wurden mit solch großer Wucht aufgerissen dass sie nur noch halb in den Angeln hingen, und eine Gruppe von Männern stürmte den Raum. Nicht nur die Frauen, auch Quon war mehr als überrascht, als die Männer ihre Wachuniformen abwarfen und darunter die traditionelle Tracht des Rostlandes hervortrat.

“Lang lebe das Rostland!”

Dies war der Kampfschrei der vereinigten Rebellen als diese sich auf die Frauen stürzten und sie in einem blutigen Gemetzel töteten. Bevor Quon sich zurückzog, konnte er noch beobachten die Märtyrer von den richtigen Wächtern getötet wurden.

Quons Plan ist nicht aufgegangen. Die Hochzeit war zwar verhindert, doch wurde dies zu einem weitaus höheren Preis gekauft. Männer des Rostlandes hatten die Lebeda-Braut ermordet- das konnte nur eins bedeuten: Rache.

Der Bürgerkrieg in Brevoy war nicht mehr zu verhindern.

Session #49 Eine Legende kehrt zurück

anwesende Charaktere

Quon Jörk
Farli Markstein
Padrym Kupferschlag
Baron Raklgrash Bottichstampfer
Phlexia

7. Sarenith 4712 , Mondtag, Dornenmark

Nachdem die Helden sich zusammen mit vielen hochrangigen Verbündeten aus Neu-Stetven retten konnten, kehrte man zügig in die Heimat zurück. Der Krieg in Brevoy würde früher als erwartet ausbrechen. Die Truppen der Rostlande und ihrer Allianzmitglieder hatten ihre strategischen Positionen noch nicht erreicht- nun hieß es schnell zu handeln.

Rückblende
Die Armee aus Mivon hatte die südlichen Grenzen erreicht. Die Verteidigung war von den Helden soweit abgeschlossen, die Truppen hatten sich zum größten Teil in Tatzelfurt eingerichtet. Mit einer kleinen Streitmacht und den Kundschaftern wollte man den Angreifern aus dem Süden den Vorstoß zu schwer wie möglich gestalten. Nach einigen Sabotageaktionen erhielten die Helden eine unerwartete Botschaft aus dem feindlichen Heer: man wollte sich mit der Regierung der Dornenmark in Verbindung setzen um Gespräche aufzunehmen. Diese Botschaft war von niemand geringeres geschrieben als Pekkarim Garth, dem Schwertjunker aus Restow.

War er ein Verräter? Hatten die Helden nicht seinen Sohn, Arandes Garth, aus den Klauen von Waldenau befreit? War dies der Dank? Und was war aus Arandes Mission geworden? Immerhin hatte man den jungen Mann nach Mivon geschickt damit er die dortigen Umtriebe beobachte.

Die Regierung willigte dem Treffen am alten Hirschfort ein und nach dem politischen Geplänkel vor Ort offenbarte sich den Helden das Gesamtbild der Situation:
Mivon war nicht gekommen um die Dornenmark anzugreifen, sondern um hindurchzumarschieren. Die Truppen wollten sich mit jenen der Schwertjunker beim Kastell Serenko vereinen. Und da bereits seit den Ereignissen rund um Othowin Jorge bekannt war, dass sich ein Verräter in den Reihen der Dornenmark ausgebreitet hatte, wollte man die üblichen Nachrichtenkanäle nicht nutzen sondern alles auf eine Karte setzen. Den Herrschenden der Dornenmark schmeckte diese Erklärung bei Weitem nicht, doch konnte man am Ende der Gespräche die Gegenseite und deren Intention verstehen. Mivon marschierte also weiter- ihr Ziel war es so schnell wie möglich mit den rostländischen Truppen Neu-Stetven zu besetzen.

Gegenwart
General Padrym sammelte seine Truppen um sich auf den Krieg vorzubereiten, als eine weitere schicksalhafte Nachricht in Form von Flüchtlingen aus Drelewstein die Hauptstadt erreichte. Die Arbeit des Barden Grigori hatte die letzten Wochen seine Wirkung gezeigt:

Als die Kunde von der Falschheit der neuen Währung der Öffentlichkeit zugetragen wurde, verlor Baron Drelew Stück für Stück die Kontrolle über sein Reich. Die Handelspartner brachen ihre Beziehungen ab und forderten Ersatz für die wertlose Währung. Die Baronie im Westen versank im Chaos. Von heute auf morgen waren ganze Familien und Handwerksbetriebe bankrott, große Teile des stehenden Heeres desertierte. Die Baronie Drelewstein war offiziell insolvent und nicht mehr handlungsfähig.

Dann kam das böse Erwachen. Aus dem Norden kehrten die Stämme der Tigerherren zurück nach Drelewstein. Jene Barbarenstämme, welche vor vielen Monaten von den Verteidigern der Baronie zurückgeschlagen wurden. Nun, da das umliegende Land schutzlos vor ihnen lag, schlugen die Wilden umso härter zu und nahmen die Stadt im Sturm. Die wenigen treuen Soldaten versammelten sich um Terrion Numesti und kämpften um ihr Leben, während viele ihrer Kameraden die Beine in die Hände nahmen und flohen.

Die Kunde der Barbareninvasion erreichte nun also die Dornenmark. Was sollte man tun? Eigentlich wollte man sich auf den Krieg in Brevoy einrichten, schließlich war man ein Vasallenstaat des Rostlandes. Doch andererseits konnte man die Unruhen im Westen nicht ignorieren. Man beschloss letzten Endes mit geballter Faust nach Drelewstein zu ziehen um den Unruheherd dort einzudämmen. Die Flüchlinge wurden untergebracht und versorgt, die Truppen gesammelt. Doch noch bevor die Armee aufbrechen konnte, hatte sich ein hartnäckiges Gerücht in den Lagern verbreitet. Zuerst bei den geflohenen Bewohnern und Soldaten von Drelewstein, dann auch bei den Männern und Frauen der Dornenmark. An den Lagerfeuern und den Tavernen gab es bald kein anderes Thema mehr und die meisten flüsterten es nur ehrfürchtig. Es hieß, dass die Stämme der Tigerheeren von ihrem legendären Anführer begleitet wurden. Dem Champion des Gorum.

ARMAG

Normalerweise hätten die Helden dies als das Geschwätz des Volkes abgetan. Doch als einer der Soldaten die erbeutete Marmorstatue (welche Armag darstellen sollte) erblickte, riss er die Augen auf und erbleichte. Er schwor bei den Göttern, dass dies eben das Ungetüm sei, welches mit seiner Horde die Stadt und das umliegende Land überfiel.

2. Erastus 4712 , Mühtag, Dornenmark
Die Truppen der Dornenmark hatten die Ausläufer der Sümpfe erreicht und erblickten nun quer über den Hackenzungensee Drelewstein. In der Dunkelheit der Nacht konnte man nicht allzu viel erkennen, doch der Gestank nach Rauch und Tod wehte über den See zu den Männern hinüber.

Die Schlacht um Drelewstein dauerte bis zum Morgengrauen an. Die Helden erlebten viel Leid und Schmerz, aber auch Heldenmut und Aufopferung. Die Kämpfe um das Torhaus, die Befreiung der Sklaven am Hafen oder den Sturm auf die Burg werden in die dornmärkische Geschichte eingehen. Die Barbaren des Tigerherrenstammes kämpften bis zum letzten Mann und starben wie echte Krieger. Aus den Zellen des Kerkers befreite man letzten Endes nicht nur Terrion Numesti und viele andere Bürger, sondern auch die wehrte Baronin Pavetta Struhn-Drelew und aus seinem Turmzimmer sogar Baron Drelew.

Noch während die letzten Brandherde bekämpft wurden, sammelten die Helden Informationen über den Verbleib des legendären Barbarenhäuptlings. Alles deutete darauf hin, dass er und der größte Teils des Stammes nach Norden wanderten um in den Hügeln nach etwas zu suchen. Und obwohl die Männer und Frauen der Dornenmark eine Verschnaufpause benötigt hätten, sammelte man seine Vorräte und zog in einem Gewaltmarsch nach Norden.


Wiki – Alles über Zyklopen

Alles über Zyklopen
In diesem Dossier werden alle Forschungsergebnisse der Kundschafter-Loge niedergeschrieben, welche sie im Rahmen der Erkundung der Zyklopen-Gewölbe unter dem Elchtempel erwerben.

Forschungsleiter und Ansprechpartner:
Eregian Talahara
Calathes

Herkunft
Soweit man dies beweisen kann, stammen die Zyklopen ursprünglich aus dem fernen Land Iobaria, welches sich östlich von Brevoy befindet. Vor Jahrtausenden waren die Reiche der Zyklopen weit ausgedehnt, sodass man ihre Einflüsse nicht nur in der Inneren See, sondern auch in Casmoran und selbst im fernen Tian-Xia entdecken kann.

Lebensweise
Die Zyklopen waren einst ein mächtiges und gebildetes Volk, welches sich nicht nur den höheren Künsten der Magie (und hier insbesondere dem Augurium) widmete, sondern auch den Geistes- und Naturwissenschaften, sowie der körperlichen Ertüchtigung. Dereinst wurden viele Wettkämpfe unterhalb der Zyklopen abgehalten, wobei besonders Disziplinen wie der Weitwurf beliebt waren.

Weiterhin erhoben die Herrscher die Askese zum obersten Gebot. Jeder Zyklop welcher gegen diese Lebensweise verstieß, wurde aufs härteste bestraft. So geschah dies auch mit Vordekai (siehe unten).

Funktion des Gewölbes unter dem Elchtempel
Dieses Gewölbe diente in altvorderer Zeit den Zyklopen als Gefängnis. Ob dieses Gewölbe das Einzige in der Gegend ist, oder ob es noch weitere gibt, ist soweit unbekannt.
Herrscher dieser Einrichtung war der Zyklop Melchior, welcher hier unter anderem über den Staatsfeind Vordekai wachte. Dieser bösartige Zyklop hatte sich den dunklen Künsten hingegeben und widersprach allen Gepflogenheiten seiner Rasse. Er lebte im Übermaß und der Schlemmerei, konnte sich und sein Handeln nicht kontrollieren und folgte seinen Launen. So wurde er schließlich von seinen Mitbürgern überwältigt und in diesem Gewölbe eingeschlossen. Melchior wurde zum Wärter ernannt, da er es war, welcher Vordekai für schuldig befunden hatte. Melchior getreue Zyklopen hielten mit ihm zusammen Wache.

Vordekais Ausbruch
Die Art und Weise der Bestrafung des Vordekais stellt die Forschenden vor ein Rätsel. Fakt ist, dass den Zyklopen die Todesstrafe nicht unbekannt war. Weswegen man also den Abtrünnigen den Tod nicht durch eine rituelle Steinigung brachte, sondern in einsperrte, darüber schweigen die Archive.

Und damit unterschätzten sie die Macht und den Willen Vordekais. Auf der zweiten Ebene des Gewölbes erzählen uns Schmähtexte die Geschichte dieses Ausbruches. Allem Anschein nach ist Vordekai der Urheber dieser Texte. Die darunterliegenden, ursprünglichen Texte lassen sich nur nur schwer entziffern, doch schien es sich bei diesen um Glorifizierungen des Melchiors zu handeln.

Es gelang dem bösartigen Zyklopen aus seinem Gefängnis zu entkommen, doch damit nicht genug: nachdem er sich um die Wärter gekümmert hatte, ließ er seinem Richter ein grausiges Schicksal zukommen: er verwandelte Melchior in das Abbild seiner Experimente, für die Vordekai verurteilt wurde. Die Schriften schweigen über die Art jener Verfehlungen, doch deutet das letztendliche Schicksal von Melchior auf nekromantische Versuche hin.

Jüngere Geschichte des Gewölbes
Nach Ausbruch der Untotenplage in der Narlmark, entdeckten die Helden schließlich den Ursprung der Plage (siehe Adventure-Log #16). Der Eingang zum Gewölbe wurde gewaltsam und mit magischen Kräften eröffnet- anders konnte man sich das riesige Loch und den magischen Frost nicht erklären. Im Gewölbe stieß man nicht nur auf die Überreste der zyklopischen Kultur, sondern auch auf Scharen von untoten Kreaturen und einer widerlichen Grube, welche lebendige Wesen in Untote verwandelte. Schließlich traf man in der zweiten Ebene auf jenes Wesen, welches einst Melchior war: ein riesiger Zyklopen-Morgh, welcher wohl oder übel für diese Plage verantwortlich war. Mit dem Zerschlagen der nekromanischen Grube und des Leibes von Melchior war diese Bedrohung abgewandt.

Weitere Funde im Gewölbe
Einigen Wandbildern und Statuen zufolge waren die Zyklopen erbitterte Feinde der Zentauren und lagen im Krieg mit ihnen.

Ein einzelner Schädel eines Zyklopen wurde im gesamten Gewölbe gefunden. Die Texte sprachen von gut einem Dutzend Wächtern hier, doch lässt sich nichts über deren Verbleib finden.

Veröffentlicht von grannus

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