Campaign-every-other -day 2024 – Teil 14 (The Heretical List)

Hinter diesem Namen verbirgt sich die Kombination aus Warhammer 40k und der TV-Serie The Black List (https://de.m.wikipedia.org/wiki/The_Blacklist). Bei meinen ersten Überlegungen wäre dies eine Kampagne wie aus dem Lehrbuch der Inquisition. In typischen Monster of the Week-Sessions wird jede Woche ein neuer Häretiker gejagt und zur Strecke gebracht. Dabei unterstützt wird die Inquisition dabei von einem wahren Mogul der Ketzerei. Allein diese Tatsache kann schon Grund zur Diskussion geben, ob man hierdurch bereits schon zu den Radikalen gehört.


Die Art der Kampagne macht Sprünge zu neuen Planeten als auch Zeitsprünge glaubwürdig, es kann viel gereist und erkundet werden. Die Auswahl an Antagonisten ist elendig gross und vielfältig. Der Spielleiter hat mit dem Ober -Ketzer eine Mechanik zur Weitergabe von Informationen und Schnipsel, aber auch zur Manipulation und dem Säen von Mißgunst, Zwietracht und Zweifel zwischen den Spielfiguren und deren Organisation.

Im Gegensatz zur TV-Serie können die Spielfiguren immer wieder mal voll auf die Kacke hauen, denn schließlich sind sie die Inquisition. Also wäre die Kooperation mit dem Militar, der Navy oder anderen Fraktionen wie den Freihändlern absolut denkbar und würde das Spektrum der Spieler stark erweitern. Das Warhammer 40k-Setting ist so groß, bunt und vielfältig – endlich könnte man dies auch zeigen. Denn bisher war alles tatsächlich nur grim und dark und oft auch dasselbe. Immer und immer wieder. Aber das waren lediglich die Vorlieben anderer Spielleiter in unseren Gruppen.

Natürlich darf nicht fehlen, dass sich auf die oberste Ebene der Handlung – die Jagd auf Ketzer- noch weitere Ebenen darunter setzen: die sinistren Pläne des Ober-Ketzers, der Radikalisierung der Spielfiguren, Machenschaften der Inquisition und deren Fraktionen etc. pp.

Wie es sich für eine schöne und lebendige Sandbox gehört, haben die einzelnen Antagonisten ihre eigenen Zeitpläne und Handlungsmaschinen. Der Sektor würde brennen, sollten die Spielfiguren nicht aktiv werden. Eine Eskalationleiter ähnlich wie bei In die Ferne von Beyond the Wall würde dafür sorgen, dass Antagonisten, die länger ignoriert werden, ihre Ziele Stück für Stück erreichen. Der Druck auf die Spieler muss nur konstant hoch gehalten werden, irgendwann fliegt der Kessel vielleicht in die Luft und schafft neue Möglichkeiten.

Und wer weiß, bei einem ergebnisoffem Spiel besteht auch die Möglichkeit, dass die Spielfiguren die Seite wechseln. Abwarten, bisher hatte ich wenig gute Erfahrungen mit boshaften Gruppen in diesem Setting.

Spielen würde ich das mit Stars without Numbers und dementsprechend Regelerweiterungen anpassen. Material für 40k gibt es ja genug und mit einem leichteren System, wäre es auch nutzbarer wie mit den FFG-Regelwust.

-grannus-

Veröffentlicht von grannus

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