Podcasten für lau

Die eine oder andere Person mag schon mitbekommen haben, dass wir Podcasten. Wie fing das an und wie machen wir das überhaupt?

In vielerlei Aspekten hatten wir Glück; Ich und Seba haben uns beide für die Kreativschaffenden aus der deutschen Indie-Szene interessiert. Somit war klar, was wir thematisch verfolgen würden. Wir haben beide sehr unterschiedliche Stimmen, was zum Anhören ganz praktisch ist, da wir als Gastgeber gut voneinander zu unterscheiden sind. Und so ziemlich der wichtigste Aspekt: Wir mögen uns und reden gerne miteinander.

Wir hatten aber auch die selben Vorstellungen, in welchem Umfang wir diesen Podcast aufziehen möchten. Ich und Seba sind beide Berufstätig und haben Familie und wir haben ein entsprechendes Limit an zeitlichen und finanziellen Kapazitäten.

Ein Interview-Format machte für uns gleich Sinn, denn wir wollten uns nicht, für jede Folge aufs neue, tief in Thematiken einarbeiten. Stattdessen sollten die Gäste und ihre aktuellen Projekte im Zentrum des Gesprächs stehen und nicht unsere 5-cent Weisheiten aus der Grabbelkiste.
Die Folgen waren geplant unter einer Stunde zu bleiben (eeeehm) und im 3-4 Wochentakt zu erscheinen.

Es sollte nicht zu viel Mühe machen und vor allem sollte es keine Kosten verursachen.

Bei der Frage, wer sich um die Produktion des Podcasts kümmern würde, kam es komischerweise nicht zu einem Streit, da ich gleich mein Interesse an der technischen Seite geäußert hatte.

Dann also looos… naja, nicht ganz, nun wartet doch erst mal ab. Wir mussten uns schließlich noch um einiges Gedanken machen.


1. Wir mussten eine Plattform finden, um die Interviews aufzunehmen.
2. Wir brauchten ein Programm, um die Aufnahmen zu schneiden
3. und dann schließlich einen Hoster, um die Folgen hochzuladen und auf die Menschheit los zu lassen.

Nach ein bisschen Recherche, ausprobieren und stolpern, haben wir letztendlich unsere Methoden und Werkzeuge gefunden, mit denen wir gerne arbeiten. Diese Erfahrungswerte, möchten wir gerne mit euch teilen.

Ein paar Kleinigkeiten Vorweg

E-Mail

Ihr werdet euch auf verschiedenen Plattformen anmelden müssen und wollt vielleicht mit euren zuhörenden in Kontakt treten. Macht euch eine E-Mailadresse für euren Podcast. Wir haben Gmail gewählt, keine Ahnung warum. Es gibt jede Menge Anbieter die umsonst sind und dessen Server in der EU stehen, die hätten vielleicht mehr Sinn gemacht. Einen Vorteil hatte im Nachhinein unsere Gmail-Adresse: Aufgrund das wir uns auf verschiedenen Plattformem anmelden mussten, ging das mit dem Google-Account ratzifatzi. Mehr dazu in Punkt 3.

Mikros / Headsets

Ich nutze ein Elgato Wave:3 Mikrofon und Seba nutzt ein LogiTech H390 Headset. Wir haben diese bereits in der Vergangenheit für andere Projekte angeschaffen und hatten nicht den Anspruch / Budget andere Geräte zu erwerben. Sollte also fürs erste reichen.

Es ist schon schön, wenn zumindest die Gastgeber nicht aus einer Blechbüchse quatschen, macht euch aber nicht verrückt dem perfekten Klang nachzueiern. Was die Gäste letzten Endes für Geräte nutzen, kann eh nicht beeinflusst werden und somit wird ohnehin eine qualitative Spannbreite in den Interviews entstehen.

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Kleiner Tipp: Wenn ihr keine Lust habt, extra hierfür Geld in die Hand zu nehmen, könnt ihr die Mikros von euren Smartphones nutzen, die sind meist gar nicht so schlecht.
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1. Aufnehmen mit Waveroom

Zunächst haben wir probiert, die uns vertrauten Programm zu nutzen. Discord lag da nahe, da wir eh darüber viel kommunizieren und wir hätten auch Video! Allerdings waren wir leider mit der Audioqualität nicht zufrieden. Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass während eines Gesprächs immer jemand an Robo-lag leidet und dies höre ich auch bei anderen Podcasts raus, wenn die Verbindung nicht flüssig ist. Zudem haben wir nicht eingesehen, bei Discord Nitro einzukaufen, um kurzzeitig eine bessere Verbindung zu erhalten.
Also: byebye, Discord.

Teamspeak ist trotz der guten Audioqualität, kein valider Kandidat für uns, denn es bietet keine Videochat-Option…

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Notiz: Wir gehen gerne mit unseren Gästen ins Videochat, da es sich einfacher kommunizieren lässt, wenn die Gesprächspersonen ihre Mimiken und Gestiken beim Reden einsetzen können. Zudem können alle Personen Handzeichen geben, um auf sich aufmerksam zu machen u.a. wenn sie etwas signalisieren wollen.
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Wir haben schnell gemerkt, dass die Programme die wir nutzen, nicht für unsere Zwecke taugen würden.

Somit haben wir unseren Fokus auf Browser basierte Aufnahmestudios gelegt. Diese würden alle unsere Wünsche erfüllen und gleichzeitig noch einen leichteren Einstieg für unsere Gäste bedeuten, da sie keine zusätzliche Software installieren müssten bzw. müssten wir unsere Gäste nicht Anleiten, selber ihr Audio aufzunehmen.

Die ganzen Zusatzfunktionen die von solchen Diensten angeboten werden: „Schneiden, Effekte, automatische Audioanpassungen, A.I. tools usw.“ waren uns völlig egal. Ich wollte eh selber ran gehen. Wir brauchten nur die Audiodateien und keine Kosten und sind dann letztendlich bei Waveroom gelandet.

Was wir nutzen

Anders als bei anderen Browser basierten Aufnhamestudios die wir gefunden haben, bietet Waveroom einen Umsonstplan. Wir haben kein monatliches Aufnahmelimit, 48kHz Audio und können bis zu 5 Personen gleichzeitig aufnehmen, jeweils mit eigenen Tonspuren. Für uns ist das mehr als ausreichend.

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Notiz: Leider funktioniert Waveroom nicht mit Firefox und wir müssen auf Vivaldi oder Chrome *husthust* zurückgreifen.
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Und so funktioniert es

Ihr denkt euch einen Raumnamen aus, richtet eure Ein- und Ausgabegeräte ein und entscheidet ob ihr Video+Audio oder nur Audio aufnehmen wollt.

Dann Startet ihr das Meeting und teilt einen Link an eure Gäste. Diese müssen dann auch ihre Audioeinstellungen vornehmen und anschließend vom Host akzeptiert werden, bevor sie beitreten können.

Wenn dann alle da sind, muss nur noch auf den roten Knopf (Record) gedrückt werden…. ihr kriegt das schon hin, kommt schon!

Am Ende der Aufnahme, sollten allerdings noch alle beteiligten abwarten, bis ihre Audiodateien hochgeladen sind. Den Status dazu können wir unten rechts beobachten. Wir warten auf: Upload Completed

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ACHTUNG: Ihr müsst eure Audiodateien direkt nach der Session downloaden, denn Waveroom behält diese nur temporär.
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Nehmt euch ein bisschen Zeit, euch mit Waveroom vertraut zu machen und macht Probeaufnahmen! Ihr könnt euch NICHT VORSTELLEN, mit was für technische Albernheiten wir uns rum schlagen mussten und das wollt ihr euren Gästen nicht antun. (Anmerkung von Seba: „ich bin bis heute von unserer Testphase traumatisiert.)

Hier mal ein Beispiel: am Ende der Aufnahmen, werden die einzelnen Tracks auf einer Seite aufgelistet und es wird gezeigt, ob diese bereits hochgeladen sind, oder nicht. Eigentlich ganz überschaubar.
Nun, wir hatten bereits die Situation gehabt, dass die einzelnen Tracks auf ewig im Limbo rum schwirrten und niemals zum download freigegeben wurden…
Die Lösung: Wir müssen auf AI-Denoise klicken. Dies wird dann fehlschlagen (zum Glück, wir wollen auch kein AI nutzen im Prozess) und plötzlich stehen die Audiospuren als download zur Verfügung. Macht doch Sinn, oder? ODER?!

Waveroom, eine Umsonstlösung mit Macken, die wir inzwischen ganz gut im Griff haben.

https://www.waveroom.com/

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Noch ein paar Tipps für die Aufnahmen:
– Benutzt Kopfhörer. Es wäre schade wenn wir in einer Audiospur Feedback u.o. die Audiospur einer anderen Person hören würden.

– Spielt während der Aufnahme nicht mit Sachen rum und versucht nicht auf der Tastur zu schreiben, oder mit der Maus rum zu klicken. Vor allem nicht während ihr selber am Sprechen seid, denn dann verursacht ihr dabei Geräusche, die wir nicht mehr herausschneiden können.
– Nicht kauen während des Interviews.
– Mantra an mich selbst: Keine Ähms und andere Füllwörter nutzen. Lieber still sein und Pausen machen.
Kann besser raus geschnitten werden.
– Fenster und Türen zu. Lasst die Geräusche draußen.
– Setzt euch nicht auf Stühle die Knarzen. Looking at you, Seba.

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2. Schneiden und Editieren mit Audacity

Für mich war gleich klar: Zum Schneiden der Tracks werde ich Audacity verwenden. Audacity ist FOSS (Free and open-source software). Es ist vielleicht nicht hübsch anzusehen, bietet allerdings alles, was wir für das editieren von Podcasts benötigen und keinen unnötigen SchnickSchnack, um alles künstlich aufzublasen.

Es gibt tolle Videos auf YouTube, zur Bedienung von Audacity, welche tricks es beim schneiden gibt und wie wir den Klang ganz einfach aufhübschen können.
Ich fand die Videos von Mike Russell sehr hilfreich.
Hier sind ein paar:

https://www.youtube.c100%om/watch?v=vlzOb4OLj94&t=603s

https://www.youtube.com/watch?v=8DJN4xegpR8&t=151s

https://www.youtube.com/watch?v=WsmMMKRZp5g&list=PL6wGbZVVzENlzXKZJz3D1XmOZeL91GncR&index=4

Ich wollte euch aber durch meinen Schneideprozess führen, damit ihr einen Eindruck bekommt, was dazu gehört.

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Notiz: Zur Zeit des Verfassens, nutze ich Audacity 3.7.4.
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Und so funktioniert es

Erstmal füge ich die Audiodateien ein. Einfach rein schieben. Alle Spuren bekommen automatisch ihre eigene Zeile. Toll.

Beim aufnehmen quasseln wir meist ein bisschen zu Anfang, bevor das Interview los geht. Das schneiden wir hier raus.

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Tipp: Wenn ihr wollt, dass die Spuren Synchron bleiben, dann setzt ein Häckchen auf Sync-Lock. Somit werden auf allen Tracks gleich viel weggeschnitten und es entsteht keine Verschiebung.
Tracks → keep tracks synchronized (Sync-Lock)
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Und am Ende, schneiden wir auch noch das peinliche Schweigen nach der Verabschiedung, raus. Jetzt bleibt der grobe Inhalt übrig, den wir auch nutzen wollen.

Ab diesem Punkt, füge ich ein paar Effekte ein, um die Audioqualität zu verbessern. Ich sage gleich Vorweg: Ich bin faul und kein Audiophil. Ich habe einen Ablaufplan in einer Textdatei geschrieben, den ich einfach runter arbeite. Jedes mal. Keine Lust auf Perfektion, brauchen wir nicht. Liste runter -> fertig.

Hier ist meine .txt Datei:

So haben dann alle Gäste ungefähr die gleiche Lautstärke und die Dynamik innerhalb der eigenen Spur, sollte ausgeglichen sein.

Für Leute die mit Audio zu tun haben, wird das bestimmt ganz schrecklich erscheinen was ich hier veranstalte, ich bin aber ganz happy mit dem, was am Ende bei raus kommt ;D

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Notiz: Die EQs werden in der Regel nicht von mir verändert. Ich stehe eher auf einen natürlichen Klang und oftmals wird im Netz einem „professionellen“ Sound nachgeeifert, der mir persönlich zu brummig ist. Außerdem bin ich faul.
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Noise Gate ist eigentlich ganz spannend. Ich kann quasi bestimmen, ab welcher Lautstärke der Sound automatisch entfernt wird. So verschwinden dann Hintergrundgeräusche fast wie von selbst. Allerdings benutze ich es nie, da ich es doch ganz nett finde hin und wieder ein bejahendes Geräusch, ein Grunzen oder einen leisen Lacher im Hintergrund zu haben. Ich will es gar nicht ZU clean haben, sondern lieber einen „natürlichen“ Sound wahren und ein paar Unreinheiten erlauben. Geschmackssache.

Truncate Silence ist eines meiner Lieblings Effekte. Wir wurden schon oft gelobt für den tollen Gesprächsflow, den wir mit unseren Gästen haben. Und ja, wir sind zwar ziemlich toll, aber wir tricksen auch ein bisschen. Mit Truncate Silence können wir automatisch die ganzen kleinen stillen Momente aus der Audiospur entfernen. Den Effekt den wir dann am Ende erzeugen, ist das wir einen kontinuierlichen Gesprächsflow untereinander haben, weil die ganzen Pausen jetzt weg sind. Es ist immer spannend zu sehen, wie viel schweigen entfernt wird. Wir hatten schon 10min (?!) Stille, aus einer Ursprünglich 60 minütigen Folge, damit entfernt! Schon crazy.

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ACHTUNG: Immer schön speichern zwischendrin.
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Und dann mache ich mich ans Schneiden und Shownotes notieren.
Ich arbeite mich von vorne nach hinten durch und versuche die meisten Verhaspler, Füllwörter, „Ähms“ und Unreinheiten raus zu schneiden (Strg+X) bzw. zu muten (Strg+L).

Während ich dies tue, habe ich eine weitere Textdatei geöffnet. In dieser Textdatei schreibe ich dann beim durchhören, alle Künstler, Projekte und Erwähnungen auf, die ich dann in den Shownotes mit Verlinkungen versehe. Wir kriechen somit durch das Projekt mit vielen Unterbrechungen, dafür müssen wir uns dann aber nicht noch ein zweites mal durch die Aufnahme quälen. Dies kann ein paar Stunden Zeit in Anspruch nehmen, da musst du schon Lust drauf haben u.o. diszipliniert sein.

Ganz zum Schluss setze ich dann unser Intro vorne rein und exportiere das Projekt als eine Audiodatei.

Hier nochmal in kurz:

– Audio einfügen
– Anfang und Ende beschneiden
– Effekte einfügen (Liste abarbeiten)
– Schneiden und Shownotes
– Intro einfügen
– Exportieren

https://www.audacityteam.org/


3. Host: Spotify for Creators

Nun, haben wir eine Folge erstellt und müssen es A. irgendwo hochladen können und B. einen RSS-feed erstellen lassen, damit wir die Folgen auch teilen können. Wir haben nicht den Anspruch unsere Show zu monetarisieren, den Hoster für uns die Werbetrommel schlagen zu lassen und wir brauchen auch keine komplexen Statistiken und Tools. Also alles wieder auf das nötigste reduziert. Messlatte unten.

Als Podcast Hoster haben wir Spotify for Creators (ehemals Anchor.fm) gewählt. Ja, wir sollten Spotify kritisch betrachten. Eine EU-Lösung und kein Ausbeuter-Koloss wäre uns auch lieber gewesen, allerdings kam eine Bezahloption für uns nicht in Frage. Wir machen halt kein Geld und wollen aber auch gleichzeitig kein Geld verlieren. Zumal wir zu Anfang keine Ahnung hatten, ob wir überhaupt mehr als 3-4 Folgen durchhalten. Die umsonst Lösung war somit für uns die richtige.

Und so funktioniert es

A. Nun, sagen wir mal, ihr habt euch auch für Spotify for Creators entschieden und wollt eine Folge hochladen. Dies geht eigentlich ziemlich einfach. Gebt einen Titel ein und vergesst nicht die Shownotes aus eure Textdatei zu kopieren und erstellt am besten noch Verlinkungen dazu.

Die Staffel und Folgennummer muss noch angegeben werden und ihr müsst angeben, ob es sich um eine reguläre Folge handelt, oder z.B. eine Bonusfolge. Alles andere ist Optional.

Ihr könnt euch dann entscheiden, ob die Folge sofort, oder an einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlicht wird. Wir veröffentlichen gerne am Mittwoch.

B. Jetzt wollt ihr auch das eure Folgen auf allen gängigen Empfängern zu finden sind. Hierzu müsst ihr den RSS-Feed teilen. Dabei meldet ihr euch bei den verschiedenen Portalen an (Amazon, Apple, Castbox, Goodpods, iHeartRadio, Overcast, Pocket Casts), reicht den Feed ein und speichert den erhaltenen Link von der Plattform, wieder bei Spotify for Creators. Ein bisschen Fummelarbeit, sollte dann aber funktionieren. Dies muss nur einmal eingestellt werden, ab dann werden die Folgen automatisch auf den anderen Plattformen erscheinen.


Bonus: Jingle

Das Intro wurde von mir in Reaper kreiert, da Audacity nicht gut mit VST-Instrumenten klar kommt und (meiner Meinung nach) sich nicht besonders gut dafür eignet, Songs zu komponieren. Reaper hingegen ist eine DAW (Digital Audio Workstation) und eignet sich hervorragend dafür Musik zu produzieren. Für lau dürfen wir Reaper theoretisch für immer testen. Wir werden lediglich beim starten der Software gefragt, ob wir nicht doch eine Lizenz kaufen wollen, um das Projekt zu unterstützen. Und für alle die regelmäßig mit einer DAW vorhaben, Musik zu produzieren, kann ich nur sagen: Kauft es, wenn ihr das Geld dafür habt, es ist ein tolles Ding. Dessen Lizenz Kostet entweder 60€ (reduziert) oder 225$ (kommerziell).

https://www.reaper.fm/

Die verschiedenen Soundeffekte habe ich mir von einer Website gezogen. Auch den berühmten Feuerball Woosh. Ich bin mir leider nicht sicher von wo, vielleicht bei pixabay: https://pixabay.com/sound-effects/search/fireball%20woosh/


Bonus: Leitfaden

Mit der Intention, Unsicherheiten abzubauen, haben wir es als Hilfreich empfunden, vor dem Interview, einen Leitfaden an unsere Gästen zu schicken. Somit erhalten sie einen Eindruck, wie die Aufnahme im groben ablaufen wird und wie sie sich darauf vorbereiten können.
Dies wurde von den Gästen bisher als sehr positiv empfunden.

Unser Leitfaden sieht so aus:

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Dies ist unser aktueller Stand. Unsere individuellen Ansprüche haben dazu geführt, unseren Podcast so aufzuziehen, wie es ist. Vielleicht verändert sich was in der Zukunft, dann werde ich noch einen Update machen. Bis dahin hoffe ich, allen denen es interessiert, einen Einblick gegeben zu haben, wie wir einen Podcast erstellen, ohne dafür Geld auszugeben.

Vielleicht ermutigt es auch die eine oder andere Person, selber einen Podcast auf die Beine zu stellen. Ich kann es nur empfehlen, denn es macht richtig viel Spaß.


– Carl | CrlBox

10 Kommentare zu „Podcasten für lau

  1. @kritischerfehlschlag.de sehr cool! Ich habe auch schon so Seiten auf Englisch geschrieben. Beim Hoster halte ich es im Moment so, dass ich dir Mediendateien selber hoste und den Feed selber schreibe. Solange die Folgen nicht zu lange sind (🤪) funktioniert das für mich noch.

    Die ganzen Audacity Effekte, die ich verwende, ändere ich leider laufend, weil ich jedesmal irgendwie unzufrieden bin. Deswegen ist meine Anleitung voller Nachschübe. Wenn ich mich nur ein für allemal entscheiden könnte.

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  2. @kritischerfehlschlag.de das ist sehr cool, danke dafür.
    Was ich aus der Audio-Ecke vielleicht noch anmerken würde:
    Wenn es arg hallig klingt liegt das meist an großen, leeren Räumen (bspw Büros oder so klinisch-fancy Wohnräume mit wenig Einrichtung, Glastischen, Hartböden und leeren Wänden) da hilft es meist, viel Stoff ins Spiel zu bringen, also Vorhänge, Decken oder Teppiche (auf Hartböden) auslegen und/oder aufhängen.

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  3. Profis nutzen dazu soundblankets auf C-Stands, aber wenn man die nicht zufällig zur Hand hat (lol), helfen auch Hausmittel. Amateursprecher (und Rapper) setzen sich auch vor (halb in) offene Kleiderschränke oder ziehen sich direkt Bettdecken über den Kopf.
    Das ist für ein entspanntes (Podcast))Gespräch aber vermutlich zu viel des guten…

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  4. @crlbox hier ist die Einführung für Interessenten:

    https://campaignwiki.org/wiki/MontagInZ%c3%bcrich/Internet_Office_Hours

    Bei uns nimmt jeder lokal auf und dann wird zusammengeschnitten:

    https://campaignwiki.org/wiki/MontagInZ%c3%bcrich/How_to_record_yourself_for_a_podcast_episode

    Frotz ist unser Audio Typ und seine Gedanken sind in einem Kommentar auf dieser Seite:

    https://alexschroeder.ch/view/How_to_podcast

    Dort beschreibe ich meine diversen Versuche, für meinen Solo Podcast die richtigen Einstellungen zu finden. 😂

    @kritischerfehlschlag.de

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  5. @crlbox Die Audio Dateien liegen zusammen mit der jeweiligen Feed Datei auf meinem Server:

    https://campaignwiki.org/files/

    https://alexschroeder.ch/podcast/

    Die Feeds habe ich anfangs von Hand geschrieben, bis mir das Zeug mit der Zeitdauer und der Grösse zu mühsam wurde und dann habe ich mir ein Perl Script geschrieben, welches mir ein wenig hilft. Aber am Ende muss ich ein paar Daten trotzdem von Hand eintragen.

    @kritischerfehlschlag.de

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