Nach der Einleitung von Rackhir beginne ich also diese schöne kleine Reihe. Mein persönlicher Anhang KF könnte umfänglicher sein, doch ich dachte mir: am Ende wird es vielleicht nur die hundertste Auflistung von Büchern, Filmen etc die irgendein Kerl im Internet cool findet. Um dieses wohlkalkulierte Übel also kleinstmöglich zu halten, habe ich mich für ein paar Dinge entschieden, die vielleicht nicht auf JEDER Liste stehen. Ein paar wenige Quellen meiner Inspiration hatte ich bereits hier aufgelistet.
Fangen wir also an – viel Spaß dabei!
Rumo & Käpt´n Blaubär
Skurril, bizarr und voller wundervoller Einfälle. Die neueren Moers mag ich nicht besonders, aber genug davon. Diese Bücher zeigen eine grundlegende Sache ganz besonders gut: nämlich wie Worldbuilding funktionieren kann. Moers malt kein großes Bild, ebenso wenig wie ein aufeinander aufbauendes Konstrukt. Er streut Informationen am laufenden Band. Mal wichtig, mal lächerlich oder gar unnötig. Aber eines sind sie immer: spannend. Und darauf kommt es auf beim präsentieren einer Welt: den Spielern spannende Informationen vermitteln oder dafür zu sorgen, dass auch langweilig wirkende spannend inszeniert werden. Als Randbemerkung sei erwähnt, dass dies ganz häufig als Fußnote oder in Form einer Zeichnung geschieht, oft in Kombination.
Musikalische Abschweifungen
Dan Terminus, Caladan Brood & Nocte Obducta
Die Liste an Musikern könnte länger sein, doch ich möchte mich mal selbst auf drei Interpreten beschränken. Alle höre ich nicht regelmäßig, aber wenn dann beflügeln sie mein Rollenspielherz umso mehr. Das es sich um starke Musik handelt, muss ich ja nicht erwähnen, aber warum möchte ich genau diese Interpreten in meinem Anhang KF auflisten? Allen drein ist gemeinsam dass die Titel eine extrem starke Atmosphäre vermitteln. Daher meine Empfehlung: hört da mal rein – egal ob ihr euch zu Fantasy, Cyberpunk oder Horror inspirieren lassen möchtet.
David Eddings – Die Elenium– und Tamuli-Saga
Ich muss zwölf Jahre alt gewesen sein als ich diese Bücher gelesen hatte. Auf alle Fälle war dies das erste Setting für welches ich Feuer und Flamme war. Ich zeichnete die Landkarte nach und versah die einzelnen Orte mit Notizen und Zusammenfassungen, versah die Helden mit knappen Biographien und versuchte mich in Nacherzählungen der Lore. Die Handlung ist eine gute Abenteuergeschichte, die Helden sympathisch und menschlich, die Handlungsorte fantastisch und gewürzt wurde das alles mit gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die einzelnen Ritterorden und das generelle Verhältnis zur Magie fand ich damals besonders spannend umgesetzt. Eine Spielgruppe bestehend aus Rittern und Paladinen mit teilweisen anderen Sichtweisen – so stelle ich sie mir vor!
E.R. Eddison – Der Wurm Ouroboros
Lange Zeit rangierte dieses Werk für mich auf Platz 1 meiner Bücherliste. Das phantasievolle Setting, die nicht-ganz-so-menschlichen Völker die es besiedeln, die übermenschlichen Protagonisten und Schurken und besonders wichtig: die Handlung verzichtet größtenteils auf die Gut / Böse – Achse. Auf beiden Seiten existieren edelmütige Figuren mit nachvollziehbaren Motivationen. Das faszinierte mich damals wie heute und wurde hier sehr schön umgesetzt. Aus Rollenspielsicht eine interessante Einbindung der verschiedenen Gesinnungen und wie sie miteinander in einem Setting existieren.
Kelewan-Saga
Starke Protagonistin, Politik, Domain-Play. Das sind die Zutaten der Kelewan-Saga. Wir begleiten die Protagonistin dabei wie sie ihr Domain-Play betreibt. Beim erneuten Drüberlesen hatte ich ständig Hexfelder vor dem Inneren Auge. Muss also Eindruck hinterlassen haben. Auf alle Fälle eine gute Lektüre wenn man sich mal in Romanform vor Augen führen lassen möchte, wie das Domain-Play sich gestalten lassen kann.
Dinotopia
Ein wunderschönes Werk! So, das musste gesagt werden. Als Kind früher und als Rollenspieler heutzutage finde ich das Buch deswegen so besonders, weil es eine Welt beschreibt die auf der einen Seite vertraut wirkt, aber dann stellenweise so fremd und innovativ wirkt. Der Umgang mit Dinosauriern als Protagonisten ist super gelungen, aber auch die generelle Einführung in diese fremde Kultur.
Damit gebe ich nun weiter an meine Kollegen und wünsche allen Lesenden noch weiterhin viel Spaß mit den kommenden Beiträgen zu diesem Thema.
-grannus-
Sehr schöne Auflistung. Mein Tipp von den neuen Walter Moers Sachen ist definitiv QWERT, das geht schön in die Richtung Blaubär und Rumo zurück.
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Oho, dann setze ich das Mal auf meine Liste. Aktuell habe habe noch einiges an Büchern auf Halde, aber danke für den Tipp.
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