Erinnerungen sind eine spannende Angelegenheit. Das Ende der Kampagne ist nun einige Jahre her, einige Details verschwinden im Nebel, an andere erinnert man sich, als wären sie vom gestrigen Tag. Die Kampagne nimmt jetzt einen Schwenk und verlässt den bisherigen Pfad. Ambrosia wird nun das zentrale Thema werden, doch lasst euch überraschen. Die Berichte ab jetzt werden kürzer und fragmentarischer.
Nach Band 4 starten wir mit einem weiteren Abenteuermodul. Thematisch passend zur Feenwelt und Ambrosia wählte ich „Courts of the Shadow Fey“ von Wolfgang Baur. Bereits bei der Lektüre wusste ich in welche Richtung es gehen soll und mit den folgenden Berichten wird sich auch den Lesern offenbaren: Ambrosia wird eine andere Rolle bei mir einnehmen wie in der offiziellen Kampagne.
Session 51: Die Rückkehr der Herren
Die Helden der Dornenmark kehren mit ihrer Armee zurück in die Hauptstadt. Ein Phase der Ruhe kehrt ein. Jedoch wird diese alsbald unterbrochen als ein Gesandter des Feenhofes die Hauptstadt betritt und laut seine Proklamationen verkündet. Er stellte, im Namen Ambrosias, die Stadt unter die Herrschaft des Feenhofes und sich selbst als Botschafter und Statthalter. Weiter verkündete er neue Gesetze und Regeln und die drakonischen Strafen für Zuwiderhandlungen. Es folgten umgehend die ersten Übergriffe auf Bürger der Stadt, durchgeführt von gefährlichen Schattenhunde aus der Ersten Welt. Es wurde Zeit, ein für alle Male mit Ambrosia in die direkte Konfrontation zu gehen und sich der Gefahr durch dieses Feenwesen und deren Reich zu entledigen.
Session 52: Die Schattenstraße
Nach kurzer Zeit wurde den Helden ein direkter Weg zum Feenhof offenbart, die Schattenstraße. Durch diese reiste der Botschafter zwischen den Ebenen. Der Weg stellte sich als gefährlich heraus und die Helden wurden unentwegt von Feen- und Schattenwesen attackiert, konnten jedoch das Portal am Ende der Schattenstraße passieren. Sie hatten ihr Ziel erreicht: der Feenhof von Ambrosia.
Session 53: Am Goblinhofe
Die Ankunft der Helden blieb größtenteils unbemerkt. Keine Wachen, kein Alarm, kein Empfangskomitee. Es schien auch niemand anwesend zu sein. Sie befanden sich in einem Innenhof mit angrenzenden Räumlichkeiten: Stallungen, Küche, Gemeinschaftsräume. Den einzigen Bewohner den die Helden schlussendlich antreffen konnten, war ein kleiner hutzeliger Goblin, allem Anschein nach ein niederer Bediensteter. Sowohl die Helden als auch der Goblin waren überrascht, endlich wurde man beachtet und gesehen.
Es dauerte eine Weile, doch dann begriffen die Helden: sie waren die ganze Zeit nicht alleine gewesen. Hier ein kleiner Exkurs zum Thema Feenhof und Ansehen:
Feenwesen beachten andere Wesen erst ab einem bestimmten gesellschaftlichen Status. Niedere Wesen werden nicht beachtet, wobei dies soweit geht, dass diese unwürdigen Wesen für sich nicht existent sind. Im weiteren Verlauf konnten die Helden ihren Status erhöhen, indem sie gegen belebte Wächterrüstungen kämpften und mit dem niederen Goblinhof interagierten. Am Ende töteten sie den „König“ der Goblins und enthaupteten ihn. Mit dem abgetrennten Kopf erlangten die Spielfiguren genug Status in den Winterpalast eingelassen zu werden.
Session 54: Des Winters Palast
Ab hier begann das höfische Spiel am Palast. Es gab mehr als genug potentiell anspielbare NSC (siehe Galerie). Die Feen zeigten eine Hochkultur im Duellwesen, sodass Padrym sich alsbald mit einem hochrangigen Adligen duellieren musste und den Kampf gegen das flinke Feenwesen gewann. Der Charme der Feenwesen zeigte sich auch bei den Tänzerinnen und Musikanten. Niemand schien die Anwesenheit der Helden zu hinterfragen, sie wurden als Höflinge der „Königin von Sommer und Winter“ anerkannt. Doch Ambrosia war nicht am Hofe anwesend, nähere Informationen hierzu konnten die Helden nicht erlangen.






Handout – Die Visionen des Raklgrash
Bereits im Vorfeld wurde darüber berichtet, dass der Baron unter Alpträumen litt, welche sein sonst so helles Gemüt am Tag verdunkelte (siehe Session #22). Mit der Ankunft im Feenhof erhält der Baron Visionen und Eindrücke.
Im Verlauf der Handlung erhielt der Spieler immer wieder Handouts, welche diese Visionen schilderten. Leider hat nur Handout Nr. 1 die Zeit überdauert. Ich bin mir recht sicher dass es insgesamt drei oder vier waren. Inhalt der Visionen waren von verschiedener Natur. So wurde auch die Erste Welt und das Leben dort beschrieben. Raklgrash erhielt Eindrücke von dort, als sei er selbst anwesend gewesen.

-grannus-