Kampagnenbericht Age of Worms Teil 5

Die Gruppe hatte bereits am Anfang der Geschichte mitbekommen, dass sich am alten Observatorium etwas tat, aber die Beobachtungen waren seinerzeit ergebnislos. In der Nähe ist zudem ein alter Mineneingang. Nach den jüngsten Erkenntnissen fiel der Verdacht der Gruppe wieder auf das alte Observatorium, zumal sie ein Gerücht gehört hatten, dass da irgendwas los gewesen sei. Der Druide Ancoron verwandelte sich in eine Ratte, um das Observatorium näher zu untersuchen. Gleich hinter der Tür hielten Skelette hinter umgestürzten Tischen mit Armbrüsten im Anschlag Wache, die aber auf die Ratte nicht reagierten. In einem Raum im Inneren eine makaber-bizarre Szenerie: um eine große Tafel herum sitzen gut gekleidete Zombies vor einem Festmahl. Weiter oben im Turm des Observatoriums ein Labor, in dem eine Person an einer Leiche auf einem Tisch herumschneidet, neben der Person hält ein Skelett ein Tablett in den Händen. In dem Labor stehen vier große Glasbehälter, in denen Schemen zu sehen sind.

Nach diesen Erkundungen beschließt die Gruppe, zum Kult der Grünen Dame zu gehen. Amariss, die Anführerin des Kultes, findet diese Nekromantie abscheulich genug, um der Gruppe zu helfen. (Ich habe für Amariss den NSC-Statblock „Priester“ aus dem 5e Monsterhandbuch verwendet. Das finde ich bei 5e sehr gut gelöst: die NSC sind gegenüber den SC-Klassen vereinfacht, und die fertigen Statblocks machen das Leben des SL sehr viel leichter) Die erweiterte Gruppe dringt in den Turm ein, nur leider bemerkt die Eule, die wohl dem neuen Bewohner gehört, die Eindringlinge und macht mit lautem Kreischen darauf aufmerksam. So ist der Mensch, der sich oben aufhält, vorgewarnt, und kann seine vier Monsterzombies aus den Glasbehältern befreien, als es zum Kampf kommt. Amariss kümmert sich vorwiegend um die Untoten, und die Gruppe besiegt den Magier schließlich, als dieser sich ergibt. Er stellt sich als Filsch vor (eigentlich heißt er Filge, aber die Chronistin hat das nach Gehör aufgeschrieben – passt sehr gut). Er will seine Haut retten und erzählt bereitwillig, was er weiß.

Filge und Balabar Smenk, Dungeon #125 Map & Handout Supplement © 2005 Wizards of the Coast, Inc. (Filge von Eva Widermann, Balabar Smenk von Chad Du Lac und Jim Zubkovic)

Tatsächlich ist er ein alter Bekannter von Balabar Smenk, dieser hat ihn in die Stadt geholt, weil Smenk in der Mine des Zwerges Ragnolin Dourstone verstörende Dinge gesehen hat. Dort halten sich in einem verborgenen Teil seltsame Kultisten auf, die von furchterregenden Untoten berichteten, die aus dem Sumpf und den südlichen Hügeln kommen. Deswegen hatte Smenk Filge kommen lassen, da er der Experte für Untote ist. Die Kultisten sprachen auch von der Zeit des Wurms und nannten sich selbst die Dunkle Triade. Die Zeit des Wurms ist eine apokalyptische Prophezeiung, die zu einem unbestimmten Zeitpunkt eintreten soll und die Welt in eine unendliche Finsternis stürzen soll. Aus der Mine hat Smenk einen toten grünen Wurm mitgebracht, und Filge vermutet, dass die Untoten die sogenannten Kinder des Kyuss sind – Untote, in denen solche grünen Würmer existieren, und die jemanden binnen weniger Tage zum Untoten machen können. Kyuss selber, so Filge, ist ein Mysterium. Eine Person, die vor 1000 Jahren im Rift Canyon im Norden erschien und dort binnen kurzem eine untote Armee erschuf. Es heißt, ein untoter Drache sei sein General gewesen. Sein Vermächtnis sind die Untoten mit den grünen Würmern und sein Titel: Herold der Zeit des Wurms.

Nach kurzer Diskussion wird Filge auf Vorschlag der Priesterin Amariss der Garnison übergeben. Dort ist man wenig begeistert über einen Nekromanten und sperrt ihn ein, bis ein Richter verfügbar ist. Die übrigen Untoten werden erlöst und die Skelette der Land-Familie wieder dorthin gebracht, wo sie hingehören. (Ich habe den Part, dass das erforderlich ist, um den Geist zu erlösen, ignoriert).

Von hier ab folgt etwa das zweite Abenteuer „Three Faces of Evil“, der Übergang war recht fließend. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Teil 4 ist hier zu finden.

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