Dieser Monat ist, wie ihr, die verehrte Leserschaft es vielleicht bemerkt habt, geprägt von unseren persönlichen Inspirationsquellen. Was bewegt uns, kreativ zu werden, zu schreiben, zu zeichnen oder einfach nur… zu sein!
Die Brautprinzessin
Ich war, vermutlich, ca. 10 Jahre alt, als ich in einem kleinen Kino im Saarland, in den Ferien, den Film „Die Braut des Prinzen“ gesehen habe. Der Film war nicht neu, der Kinostart war 1988 und es müsste so 1992 gewesen sein als ich den Film das erste mal gesehen habe. Aber ich war direkt begeistert, Abenteuer, Schwertkämpfe (Die besten der Filmgeschichte, versucht mich vom Gegenteil zu überzeugen), Monster, Riesen, Wunder und natürlich: „Wahre Liebe“
Das Buch war nicht mein erstes Buch das ich gelesen habe, aber der Film hat mich schon absolut fasziniert und das Buch noch um längen mehr. Es greift klassische Tropes auf und dreht sie auf 11. Der Witz, Charme und die Spannung sind für mich eine perfekte Blaupause für Abenteuer Geschichten.
DuckTales – Neues aus Entenhausen
Meine liebe zu Pulpigen Abenteuergeschichten kommt jedoch aus einer ganz anderen Ecke. Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track und Quack der Bruchpilot waren meine wahren Helden der Kindheit. Die Geschichten waren zwar Kindgerecht, aber trotzdem voller Abenteuer. Ich erinnere mich noch genau an die Erstausstrahlung von „Das geheimnisvolle Schiff“ im April 1989. Dort finden die Neffen ein mysteriöses altes Holzschiff in Onkel Dagoberts Besitz, auf das es die Panzerknacker abgesehen hatten. Das Holzschiff selbst war eine Schatzkarte und führte die Familie Duck durch Dagoberts Schokoladenfabrik, nach Südamerika, in die Anden, rüber in die Antarktis bis sie endlich in Folge 5 das Tal der goldenen Sonne finden.
Ich meine, was bitte ist das für ein Abenteuer und ab da war ich als Kind gehooked. Und die Neuinterpretation mit DuckTales (2017) ist nochmal besser. Wer Ideen für Pulp Abenteuer brauch, diese Serie ist Gold Wert.
Der dunkle Kristall
Ich geb es zu, als ich den Film zum ersten mal gesehen habe, hab ich ihn nicht verstanden und auch sehr gruselig gefunden. Aber der Film hat einen gewaltigen Eindruck hinterlassen und mir gezeigt, das man auch ernsthafte Geschichten mit Handpuppen erzählen kann. Das führte mich direkt zu Labyrinth, ebenfalls ein Meisterwerk von Jim Henson und mit den Muppet Filmen und Serien hat mich das wohl am meisten in meinem Stil geprägt. Weird and Whimsical wie es im englischen heißt.
Gehen wir mal weg von den Filmen und Büchern und gehen hin zur Musik
Musik verbindet
Ich werde hier von diversen Musikalischen Einflüssen schwadronieren, die mich motiviert oder sogar inspiriert haben, das wird ein wilder Ritt durch diverse Genres.
Soundtracks
Soundtracks haben mich, dank der Bilder die ich durch die Filme dazu im Kopf hatte, immer wieder inspiriert und motiviert, auch wenn ich am Spieltisch nur selten Musik laufen habe.
Beginnen wir mit einem Klassiker: Basil Poledouris epische Filmmusik zu „Conan der Barbar“. Über das geniale Intro mit dem Prolog müssen wir denke ich nicht reden. Aber auch Riddle of Steel ist großartig. Ach, das ganze Album ist einfach ein Meisterwerk für Fans der Sword and Sorcery.
Machen wir weiter mit James Horner und dem Willow Soundtrack, schlägt bei mir in eine ähnliche Kerbe wie Conan, jedesmal wenn ich Willow’s Theme höre schreit es in meinem Kopf nach Abenteuer.
Und weil wir nicht nur in der Fantasy Ecke bleiben wollen, noch schnell einen Abstecher zu Vangelis „Blade Runner“ Main Theme. Die Megacity immer im Hintergrund, die dystopische Zukunft die durch die Musik bedrohlich über allem liegt. Gänsehaut pur.
Heavy Metal
Ich hab durch meinen älteren Bruder sehr viel Heavy Metal Einflüsse bekommen, beim Hausaufgaben knechten hab ich den Plattenspieler angeworfen und mir die Platten von meinem großen Bruder geschnappt. Ein paar der Bands und Songs haben mich in andere Welten entführt und mir Bilder im Kopf gezauber.
Running Wild: Port Royal – Durch den Film „Die Braut des Prinzen“ (Aber auch „A Pirat Movie“) war ich ein großer Piraten Fan. Da lag es nicht fern das ich Running Wild sehr inspirierend fand, besonders Port Royal hat es mir damals sehr angetan, weil es ja Anfangs eine Geschichte erzählt.
Iron Maiden: Aces High – Schlug in eine ähnliche Kerbe wie Running Wild. Durch Churchills Speech am Anfang des Live Albums wurde eine Geschichte erzählt und der Sound von Maiden brachte mich ins Cockpit einer Spitfire im zweiten Weltkrieg. Ich hatte direkt Bilder im Kopf, es war episch.
Rhapsody: Emerald Sword – Blind Guardian wäre jetzt zu einfach gewesen, darum geh ich zu einem Album das mich zu meiner DSA Hochzeit begleitet hat, Rhapsody mit Emerald Sword war High Fantasy wie ich es zu der Zeit brauchte. Auch mit einer Geschichte die erzählt wird, heute find ich die Musik etwas „Crinch“ wie es die Jugend betiteln würde, aber es gehört zu meiner Inspiration.
Rap
Okay, dieser Abstecher wird kurz, aber definitiv sehr Mächtig. Wir bewegen uns jetzt in einen Bereich der mir erst die letzten 2 Jahre, und nur mit einem Künstler, viel Inspiration verschafft hat.
Ren
Warnung: Die Songs und Videos von Ren sind sehr graphisch, es werden sehr viele schwierige Themen angesprochen, Depressionen, Bipolare Störungen, Krankheit, Gewalt, bitte informiert euch erst vorher bevor ihr wild in die Videos klickt.
Aber: Es gibt für mich keinen größeren Künstler unserer Zeit als Ren. Viele betiteln ihn als den Shakespear unserer Zeit, und das ist nicht übertrieben. Ren erzählt Geschichten, teils von seinem Leben, teils Fiktion die aber wahr sein könnte. Seine Liedtexte sind genial geschrieben, emotional und treffen genau den Punkt.
Sein neuestes Werk „Ren – Vincent’s Tale – Starry Night“ (Polit- und Gesellschaftskritik, Gewalt durch Exekutive) ist ein Teil seiner Vincent’s Tale Storyline (Ja, seine Songs bauen aufeinander auf) und hat in Akt III sein absolutes hoch. Dieser Song hat mich zu einem Projekt inspiriert an dem ich aktuell arbeite.
We are the Bug – Inspiration umgesetzt
„We are the Bug“ ist ein Cyberpunk Rollenspiel in dem es wirklich mal um den Widerstand gegen die Mächtigen geht. Viele Cyberpunk spiele vergessen den Punk in ihrem Setting, das will ich mit „We are the Bug“ ändern. Der Titel ist eine direkte Anspielung auf Ren’s leben, er wurde in jungen Jahren von einer Zecke gebissen und hat seit dem Lyme-Borreliose weil er falsch diagnostiziert und behandelt wurde. Jetzt sind wir dran die Zecke zu sein und die Mächtigen krank zu machen.
Das nur als kurzer Abstecher um zu zeigen was aus einem Anhang KF werden kann.
Fazit
Inspiration kann von überall her kommen. Seien es Filme, Bücher, Comics, Soundtracks oder aus einer ganz schrägen Richtung. Ich kann euch hier nur einen kleinen Auszug meiner Quellen geben, dafür versuche ich sie mit meinen Emotionen zu verbinden.
Es gibt noch viel mehr was mich Inspiriert, das alles aufzuzählen würde die Seiten sprengen. Aber jetzt seid auch mal ihr gefragt, schreibt doch mal in die Kommentare was euch so inspiriert.
Bis dahin: Bunt ist das Dasein… Uuuund… VOLLE KANNE HOSCHIS! (Wer diese Inspirierenden Worte erkennt, ist ein voll krass alter Hoschi!)