Campaign-every-other -day 2024 – Teil 3 (Musical Stage in Al Qadim)

Einer meiner absoluten Favoriten diesen Monat! Ich bin mit den Filmen um Sindbad, Jason und die Argonauten, Kapitän Nemo und Dinosaurierfilmen generell groß geworden und liebe sie heute noch inniger. Denn ähnlich wie Asterix und Tim & Struppi geben sie einen Teil der Kindheit zurück und versetzen mich in einen Zustand der guten Stimmung und Geborgenheit. Denn wir wissen: egal in welche Gefahren die Helden geraten, es KANN ihnen nichts schlimmes passieren, denn sie sind die Helden und gewinnen am Ende immer.

So ein grandioses Cover

Wir hätten hier also eine Kampagne, die mich als Spielleiter, ebenso wie meinen Spieler, wieder ein Stück weit in die Kindheit holt. Gruppenkonsens ist an dieser Stelle sehr wichtig, sonst geht das absolut in die Buchse.

Die Kombination dieser Filme, Rollenspiel als Medium sowie das Setting Al Qadim strotzen nur so vor Abenteuer, Lust diese zu erleben und den unbändigen Wunsch eines Kindes nach fernen Ländern. Abenteuer gibt es dort wie Sand in der Wüste.

Aber wie passt da jetzt dieses Musical – Thema rein? Ich selbst habe ein paar Musicals gesehen und habe meine Favoriten, würde aber mich definitiv nicht als Experten oder Fan bezeichnen. Singen und Tanzen klingt jetzt nicht sehr nach jemanden, der gerne Jazz, Black Metal und Kinderlieder hört. Katzen liebe und verehren ich, beim Anblick von CATS bekomme ich jedoch die Gicht. FELIDAE entspricht meiner Vorstellung von Horror und Krimi, ARISTOCATS finde ich auf der anderen Seite nur langweilig und kitschig.

Ihr seht, es ist eine spannende Melange. Woher also Singen? Und warum? Die meisten Rollenspieler sind nicht mal ansatzweise gute Schauspieler. Und jetzt will ich sie singen hören? Shit, bewahre mich sonst wer davor. Ob jemand in meiner Spielrunde singen kann, weiss ich aktuell gar nicht, aber ich habe einen absolut fantastischen Ukulele und Mandola-Musikanten und mindestens einen, der sich sehr gerne mit Musik-KI beschäftigt. Schon mal gute Grundlagen.

Lösen wir zuerst mal auf, woher die Idee kommt, Rollenspiele mit Musical zu verbinden. Warum ich dieses Element für geeignet halte, eine Erzählung oder ein Abenteuer voranzubringen oder zu untermalen. Schuld an dieser Idee sind vor allem TV-Serien wie SCRUBS oder RIVERDALE, wobei besonders Scrubs diesen Spagat aus verschiedenen Erzählarten super hinbekommen hat. Selbst BOSTON LEGAL hat ab und an Gesang (ja, nur wenig, und hier ganz besonders nur eine Figur) dabei.

Fakt ist: Wenn gesungen wird, dann in der Regel nur von einer Figur. Und diese Figur ist in diesem Moment die handelnde Person und hat das Ruder in der Hand. Jeder weiss das, niemand quatscht rein oder wirft sich dazwischen. Figuren singen nacheinander. Manchmal auch im Chor zusammen. Aber es herrscht Ordnung, niemals Chaos. Klar, es gibt Ausnahmen, aber die sollen für diese Kampagne ignoriert werden.

Und wie stelle ich mir das jetzt vor? Zuerst einmal: jede Spielfigur benötigt für sich ein Theme, egal ob instrumental oder mit Gesang. Das ist so ein starkes Element, das möchte ich dabei haben. Auch mächtige Antagonisten werden eines haben. Wann und wie dieses Theme zum Tragen kommt, muss man sich genauer überlegen. Wenn die Spielfigur im Spotlight ist, kann man es sich auf jeden Fall mal überlegen.

Man kann mit Gesang und Musik auch sehr gut Montagen erstellen, egal ob Reisen, Ermittlungen, Monologe oder Liebesbekundungen. Auch Kämpfe mit Handlangern könnte man auf diese Art systemunabhängig gestalten. Der Leitsatz: „Sei ein Fan von deinen Spielern und deren Figuren!“ kann man hier wahrhaftig ausleben, denn sie sind die Stars der Bühne!

Ich verspreche mir einfach eine lockere, gute, spontane und kurzweilige Unterhaltung mit diesem besonderen Element im Rollenspiel. Natürlich darf sich dabei niemand unwohl fühlen, denn dann leidet für die gesamte Gruppe die Qualität. Es ist also egal, in welcher Form die Spieler was beitragen. Manch einer kann ein Instrument, ein anderer kann gute Texte schreiben, wieder ein anderer kann elektronisch und spontan Musik erzeugen und der nächste redet permanent in Versen, alles erlaubt.

Und am Ende reiten die Helden singend in den Sonnenuntergang, bereit für das nächste Abenteuer. Die Kampagne würde schon ein paar coole Abenteuer benötigen und am Ende haut man den Obermotz auf die Rübe. Umfang vielleicht 20 Sessions, mit der Option auf eine Zugabe.

Soviel also mal zu meinen Gedanken rund um dieses Thema. Was haltet ihr davon?  Etwas ähnliches mal selbst durchgezogen? Zu abstrus? Erzählt mir von euren Gedanken hierzu.

-grannus-

Veröffentlicht von grannus

Über mich kannst du auf dem Blog unter "Team" lesen. Ansonsten bin ich am liebsten Papa, Autor und Spielleiter.

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