
Meine Liebe zu Beutelschneider (https://d6ideas.com/wp-content/uploads/2019/03/Beutelschneider-An-den-Opferfelsen-gekettet.pdf) habe ich ja bereits bekundet. Doch es geht auch ans Eingemachte! Schon eine ganze Weile arbeite ich an einem größeren Modul samt Regelerweiterungen: Die verheerte Ödnis der Imperialen Akademie. Es folgt der einleitende Prolog des Moduls.
„Einst war dieser gewaltige Komplex aus Dutzenden von Gebäuden und Türmen ein Hort des Wissens, des Fortschritts und das Heim hochrangiger Magier und Ingenieuren. Umgeben ist die Akademie von der florierenden Stadt Eyach am Fluss Rhôdal.
Das nahe Umland mit seinen Gehöften versorgte die Universitätsstadt, die Akademie und die nahen Minen mit den nötigsten Rohstoffen. Am Hafen liefen täglich Schiffe mit Gütern, hohen Persönlichkeiten und Schaulustigen ein. Besonders an hohen Feiertagen lief die Stadt voll, denn an diesen war es Tradition, dass die Akademie ihre neuesten Errungenschaften in Technik und Magie präsentierte.
Eine Katastrophe beendete diese Ära. Ingenieure und Magier haben gemeinsam an einer „Spätzündenden Todeswolke“ geforscht, wobei einer der ersten Prototypen direkt innerhalb der Mauern der Akademie detonierte. Nahezu das gesamte Umland wurde dabei der
magischen Säure ausgesetzt. Viele weitere Laboratorien und Lagerräume voller gefährlicher Rohstoffe entzündeten sich dabei und es folgte eine gewaltige Kettenreaktion.
.. mit der Erfindung der Spätzündenden Todeswolke bricht ein neues Zeitalter der Kriegsführung an. Ein Zeitalter, in dem Technologie und Magie eine Symbiose auf den Schlachtfeldern führen werden.
Hauptmann Manfred von Schwanenweiler
Viele Bewohner und Mitarbeiter starben direkt im Säureregen und Explosionen, Felder und Gebäude wurden vernichtet und eine mächtige magische Rückkopplung erschütterte den Äether selbst. Bis heute ist die hier gewirkte Magie korrumpiert. Und mit ihr auch deren Anwender.
Viele Monate sind seitdem vergangen und die verbliebenen Bewohner wurden ihrem Schicksal überlassen. Bisherige Bemühungen, das brachliegende Areal wieder aufzubauen, scheiterten an der Administration und sinistren Machenschaften. Vor wenigen Wochen wurde jedoch durch ein neues Dekret verfügt, dass die Akademie wieder in den Apparat der imperialen Forschung eingefügt werden sollte.
Von der Hauptstadt wurde ein Tross entsandt, der dieses Vorhaben in die Tat umsetzen sollte. Doch sollte er schon sehr bald erfahren, dass die Akademie noch immer ein explosives Pulverfass beherbergt.“
Vier Fraktionen operieren in diesem Gebiet, jede natürlich mit eigenen Zielen und Ressourcen. Genug Potential für die Spielfiguren, um für Ärger und Bewegung zu sorgen. Ich platze fast vor Neugier, wie meine Spieler mit dieser Konstellation und den Akteuren interagieren würden und wie am Ende diese Problemzone gehandhabt wird.


Doch damit nicht genug. Sollten die Spielfiguren maßgeblich beteiligt sein an der Rückführung der Akademie in den Imperialen Schoß, dann könnte ich mir vorstellen, daraus ein Domänenspiel zu machen. Denn blut_und_glas hat hierfür einiges an Material geschrieben, damit das Spiel auch auf anderen Ebenen funktionieren kann. Belagerungen, Heere, Handel – es ist alles da und wartet nur darauf bespielt zu werden.
-grannus-
Magie als Waffentechnologie im Dienst des Imperialismus? Gefällt mir und ist eine interessante Parallele zu meinem Beitrag Nummer 7 in einem komplett anders gelagerten Setting…
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