
Der Artikel „Spielt das domain game auch auf niedrigen Stufen ) in Kombination mit dem Zitat von JFS nach einer Session:
Söldner sollte es nun wirklich wie Sand am Meer geben. Wahrscheinlich wird es schwierig, Leute zu finden, die *keine* Söldner sind.
brachte mich innerhalb des Dungeon Crawls im Dreißigjährigen Krieg auf einen Gedanken, der offensichtlicher nicht sein könnte. Natürlich gehörten Mietlinge und Gefolgsleute schon immer zum oldschool-Spiel dazu, doch im Rahmen der Wirren des Krieges 1618-1648 beschlich mich die Erkenntnis, dass sich ein Gefolge in diesem Setting als nahezu elementar erweisen würde.
Nimmt man dann noch den genialen Generator von JFS hinzu, entwickelt das ganze Unternehmen eine Dynamik, die am Spieltisch absolut spannend wird. Den sollten die Spielfiguren einen Haufen an Personal akquirieren, kann es nur zu spannenden Konstellationen führen.
Niemand wollte mehr Bauer und Opfer sein, daher sollte es keine Probleme geben, freiwillige Männer und Frauen in den Gemeinden anzutreffen. Die Tabellen und Würfelproben müssten also zugunsten der Spielfiguren angepasst werden. Somit hat man schnell eine praktische Ansammlung von Trägern, Wachen, aber auch Experten und Soldaten. Zu tun gibt es immer genug auf Abenteuer und Reisen.

Die Berichte in „Blutiger Sommer. Eine Deutschlandreise im Dreißigjährigen Krieg“ von William Crowne zeigen ganz klar den Vorteil einer größeren Gruppe zum Geleit. Denn möchte man in Deutschland dieser Zeit reisen, so gerät man häufig an Orte der Gewalt und in Auseinandersetzungen mit diversen Gruppen.
Ob die Gruppe dadurch in das Gewerbe der Kriegsunternehmer oder Marodeure einsteigt, wer weiß. Was sicher sein sollte: wenn man die Augen offen hält, wird man stets Arbeit finden. Orientiert man sich an Modulen, so tritt häufig ein Auftraggeber in Erscheinung. Egal ob „Der Heilige von Bruckstadt“ oder „Against the Cult of the reptile god“ – es lässt sich immer jemand finden, der eine Gruppe gut bezahlen wird.
Dieser Artikel soll als Aufruf dienen- wappnet euch mit Mietlingen, gebt ihnen Persönlichkeit und macht euer Silber! Schenkt diesem Aspekt des Spiels eure Aufmerksamkeit! Ich bin sicher, es gibt noch mehr speziell zu diesem Thema zu schreiben, ich mache mir Gedanken und schaue mal auf die Spielpraxis.
Aber vielleicht hat jemand von euch sich bereits schlaue Gedanken dazu gemacht und kann uns berichten?
-grannus-
Ein Kommentar zu “Der Engländer wirft ein: „Niemand tanzt alleine! Alle oder keiner!“ -Mietlinge im 30-jährigen Krieg”