Campaign-every-other -day 2024 – Teil 17 (Neverwinter the 4th)

Dungeons & Dragons 4th Edition – lange Zeit habe ich sie verabscheut. Obwohl ich am Editionskrieg nicht teilgenommen hatte, wurde meine Meinung dadurch sehr stark  geprägt. Doch gab es Verfechter dieser Edition, die mich Jahre später doch noch einen Blick in die Bücher werfen ließen. Und ich wurde neugierig. Hinzu kam, dass die Bücher sehr günstig auf dem Markt waren. Schließlich kaufte ich mir auf die Empfehlung den Dungeon Masters Guide 2 – und mit diesem Buch änderte sich meine Betrachtung auf die 4th Edition.

Mit diesem Buch begann mein Wandel

Jahre nach Erscheinen dieser Edition schien es mir, als hätten die Designer und Autoren verstanden, wie diese Edition gespielt werden möchte – und das hat nichts mit einem Brettspiel mit Rollenspielanstrich zu tun.

Mit in meine Sammlung wanderte eines jeder Setting-Bücher, von denen ich heute behaupten würde, es wäre eines der besten überhaupt: das Neverwinter Campaign Setting.

Die Lektüre des Bandes war absolut ein Genuss – ein toll beschriebene Setting, darauf ausgelegt, dem Spielleiter seinen Job zu erleichtern und mit massig Ideen, NSC, Abenteueraufhänger, coolen Locations. Man hat regelrecht Lust die unterschiedlichen Bezirke der Stadt zu erkunden und den bösen Fraktionen in den Arsch zu treten. Auch der Fokus des Bandes auf den niedrigeren Stufenbereich ist sehr sympathisch, lässt sich bei Bedarf aber locker erweitern.

Hinzu kam bei mir noch dieser geniale, aber mittlerweile leider inaktive, Blog zu den Forgotten Realms der 4th Edition: https://my-realms.blogspot.com/?m=1

Ich bringe dieses Buch bzw das Feeling übrigens mit einem Videospiel in Verbindung- Dragon Age Origins. Ich kann nicht genau den Finger darauf legen, warum das so ist, aber eine Vermutung meinerseits ist, daß es an der Organisation von Dragon Age liegt.

Dragon Age ist ein Point Crawl. Offene Bereiche zum Erkunden, jedoch keine komplett freie Welt. Es erschlägt einen nicht wie ein Skyrim, fühlt sich dennoch organisch an. Nicht nur das, es fühlt sich machbar an. Stück für Stück, aber man kann gerne springen sofern man mag. Und so fühlt sich auch Neverwinter an. Für eine Kampagne würde ich mir hier sogar eine Lager-Mechanik kreieren.

Vor kurzem habe ich gesagt, das „Ptolus – the City by the spire“ mein liebstes Stadtsetting wäre, doch im Nachgang muss ich zugeben, dass dies voreilig war. Denn bei der erneuten Lektüre von Neverwinter würde ich diesem Buch den Titel geben. Es hat weniger Tiefe und Umfang, ist aber so eine tolle Erfahrung, befriedigende Lektüre und so ergiebig, dass der Kosten-Nutzen-Aspekt hier einfach super passt.

Wir haben hier eine Stadt mit einem spannenden Hintergrund, einer abenteuerlichen Ausgangssituation, abwechslungsreichen Bereichen und Aufgaben, eine Umgebung außerhalb der Stadt, die wahnsinnig viele Möglichkeiten lässt und und und.

In dem Band steckt viel drin

Die einzige Frage, die ich mir Stelle ist: reicht eine einzelne Kampagne für dieses Stadtsetting?

-grannus-

Veröffentlicht von grannus

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