Kampagnenbericht: Königsmacher – Teil 4

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Die Abenteurer beginnen den Kampf gegen die Handlanger des Hirschkönigs, müssen aber auch selbst schwere Schicksalsschläge einstecken.

Session 5: Das Dornenfurtlager

„Im Namen der Schwertjunker zu Restow….“

anwesende Charaktere

Nikanor
Raklgrash Bottichstampfer
Malekith Koor Mass
Padrym Kupferschlag
Farli Markstein

28. Gozran 4709, Sterntag, Grüngürtel
Die Gefährten vernahmen die letzten beiden Überlebenden, Arndt Origen und Bodo. Schnell stellte sich heraus, dass der ältere Bandit im Gegensatz zum jungen Arndt nicht kooperieren würde. Nachdem man sich die Geschichte des jungen Mannes angehört hatte, entschloss der Großteil der Gruppe, Arndt am Leben zu lassen, damit er seine Schuld begleichen konnte. Man wollte den jungen Banditen unter die Fittiche von Oleg stellen. War dies keine sehr attraktive Option, so änderte sich dies spätestens dann als Bodo von Padrym im Namen der Schwertjunker zu Restow hingerichtet wurde.

Arndt verriet den Männern, dass er zu einem Trupp von Banditen gehörte, welcher unter dem Befehl einer Frau namens Kresten in einem Lager an der Dornenfurt campierte. Diese Anführerin wurde selbst von den hartgesotteten Banditen gefürchtet, war sie in ihrer Rage doch ohnegleichen.

Man beschloss noch heute die Pferde zu packen und diesem Lager den Garaus zu machen.

29. Gozran 4709, Sonntag, Grüngürtel
Die Dunkelheit war schon über das Land gekommen und hatte seinen schwarzen Mantel übergeworfen, als die Gefährten schließlich an ihren Bestimmungsort ankamen. Malekith konnte mit seinem scharfen Blick einen kleinen Lichtschimmer ausmachen und Nikanor machte sich auf in die Nacht um das vor ihnen liegende Areal auszukundschaften.
Nach einer Stunde kehrte er zur Gruppe zurück und zusammen konnte man einen Schlachtplan austüfteln, hatte man doch die Überraschung auf seiner Seite.

Es sollte ein harter Kampf ums Überleben werden.

Letzten Endes lagen die meisten Banditen tot in ihrem eigenen Blut. Auf beiden Seiten wurde fürchterlich gewütet. Nikanor wäre beinahe seinen Wunden erlegen, wurde jedoch im sprichwörtlichen allerletzten Augenblick von Padrym gerettet. Man hatte jedoch eine wertvolle Gefangene gemacht: Kresten.

Man unterbreitete ihr einen schnellen und sauberen Tod sollte sie den Helden Informationen liefern. Ehe sie jedoch die Fragen beantworten sollte, hatte ihr der Elf bereits ins Gesicht geschlagen, während sie sich gefesselt nicht wehren konnte. Sollte diese Behandlung diese Frau gefügiger machen? Die Antwort bestand in der Forderung von Kresten:

„Bindet mich los und lasst mich sehen, ob dieses Langohr immer noch so mutig ist. Ein Duell. Ohne Waffen. Nur er und ich. Dann werde ich all eure Fragen beantworten und dem Tod entgegentreten.“

Man merkte dem Elfen an, dass diese Forderung ihm nicht schmeckte, doch willigte er nach dem Spott seiner Kameraden ein. Bereits nach dem ersten Schlagabtausch lag Malekith bewusstlos am Boden. Und Kresten stand zu ihrem Wort. Sie erzählte den Helden vom Fort des Hirschkönigs.

„Folgt dem Dorn nach Süden. Dort mündet er in den Hauerwasser. Am nördlichen Ufer des Hauerwassers, dort findet ihr das Fort des Hirschkönigs!“

Schließlich wurde auch die Anführerin des Dornenfurtlager dem Tod übergeben.

30. Gozran 4709, Mondtag, Grüngürtel
An diesen Tag erkundete man die nähere Umgebung des Lagers genau um es zu kartographieren.

01. Desnus 4709, Mühtag, Grüngürtel
Dieser Tag sollte zu den … seltsamsten Ereignissen der Gruppe führen. Man wollte das Land nördlich des Lagers erkunden, als es am Nachmittag passierte. Die Männer ritten durch den Wald als plötzlich ein Krachen und Bersten ihre Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Etwas RIESIGES bewegte sich durch das Dickicht auf sie zu! Und mit einem Male stand ein ausgewachsener Blauer Drache vor ihnen und brüllte seine Herausforderung:

ICH BIN DER MÄCHTIGE PERLIWASCH UND IHR MÜSST MIR TRIBUT ZOLLEN SONST SEIT IHR DES TODES!“

Während der Großteil der Gruppe noch überlegte wie sie solch einem mächtigen Feind gegenübertreten sollten, kugelte sich Farli vor Lachen fast auf dem Boden. Seinen arg überraschten Kameraden öffnete er die Augen.

Den bei diesem Drachen handelte es sich um nichts anderes als um eine Illusion. Dahinter konnte er einen kleinen Feendrache erkennen, welcher sich wohl Perliwasch nannte. Seiner Blutrünstigkeit beraubt, gab der kleine Feendrache seine Illusion auf und stellte sich als auch seine Freundin Tyg-Titter-Tat vor. Diese beiden Feenwesen lebten in diesem Teil der Narlmark und treibten gerne ihren Schabernack mit den Großen. Nachdem den Feen jeweils ein Geschenk gemacht wurde, freundeten sich diese mit der Gruppe.

02. Desnus 4709, Wohltag, Grüngürtel
An diesem Tag ritt man die Strecke zum Handelsposten zurück.

03. Desnus 4709, Schwurtag, Grüngürtel
Man erreichte in den Stunden nach Morgengrauen den Handelsposten. Die Tore waren verriegelt, man rief nach Oleg auf dass er die Tore öffnen würde. Doch statt dessen zeigte sich ein Fremder auf der Palisade. Man vermutete bereits Verrat und Schlimmeres, als er nach Oleg rief und das Tor sich öffnete. Auf dem Platz stand Oleg zusammen mit einem weiteren Fremden. Einem gerüsteten Fremden. Fast wollte man blank ziehen.

Doch Oleg glättete die Wogen und stellte die Neuankömmlinge vor: es waren die Söldner aus Restow um die er gebeten hatte. Endlich war die Verstärkung gekommen um den Handelsposten zu beschützen. Der Anführer der Söldner, ein markiger Mann namens Kesten Garess machte schnell klar, dass er nun das Kommando über die Sicherheit des Handelsposten übernehmen würde. Seine drei Männer Jakov Mantur Dolgonosov, Arathis Selvenor und Fedor Nakovitz würden ihn dabei unterstützen.

Den restlichen Tag feierte man den Sieg über die Banditen des Dornenfurtlagers. Selbst Arndt wurde ein Becher mit Met ausgeschenkt (sobald Oleg nicht hinsah).

04. Desnus 4709, Feuertag, Grüngürtel
Wieder einmal Ritt man aus. Es sollte nach Süden gehen, immerhin lauert dort der Hirschkönig.

05. Desnus 4709, Sterntag, Grüngürtel
Man erreichte das Gebiet östlich des Dornenfurtlagers und durchritt die Hügel der Kamelande. Dies sollte ein großer Tag für die beiden Zwerge werden, stieß man heute doch tatsächlich auf eine Goldader mitten in einer Felsspalte! Wie groß war die Freude von Padrym und Farli. Gold! War das zu fassen? Sie konnten hier ihre eigenen Mine bauen. Wie toll verhielten sie sich- an ein Weiterreiten war nicht zu denken! Die nächsten Stunden verbrachten die beiden Zwerge damit, Gesteinsproben zu nehmen und sich tiefer in die Spalte zu zwängen. Derweil stritten sich der Gnom und der Elf wieder einmal um des Zauberers Buch. Malekith wollte es dem Hexenmeister nicht überlassen! Würde dies irgendwann zu einer handfesten Eskalation führen?
Den restlichen Tag, man konnte die Zwerge zum Erkunden überreden, ritt man in alle vier Himmelsrichtungen um die Umgebung auszukundschaften.

06. Desnus 4709, Sonntag, Grüngürtel
Süd-Osten. Diese Richtung schlug man heute ein. Zwischen den Hügeln konnte man bereits aus guter Entfernung einen wahrlich riesigen Baum ausmachen: eine monströse und Alte Platane. Diese wollte man als Orientierungspunkt wählen. Würde Nikanor auf diese klettern, könnte er das Umland in einigen Meilen Umkreis ausspähen.

Einige Meilen später wandelte man auf einem kleinen Schlachtfeld. Die erschlagenen Leiber von Kobolden und Winzlingen lagen hier verteilt auf der kalten Erde. Der Kampf musste sehr erbittert geführt worden sein. Keine Überlebenden. Und selbst die Toten wurden bereits gefleddert.

Den Baum erreichte man wenige Stunden später. Seine mächtigen Wurzeln schlägelten sich tief ins Erdreich. Padrym stolperte sogar in eines dieser Erdlöcher und siehe da: die Wurzel führte in einen kleinen Tunnel! Schnell war klar: man wollte diesem Tunnel folgen! Unter der Erde würden sich die beiden Zwerge schließlich wohler fühlen.
Nikanor und Raklgrash würden draußen die Pferde bewachen während die restliche Gemeinschaft das Erdreich erkunden sollte.

Es dauerte nicht lange, da trafen die Gefährten auf die Bewohner dieser Tunnel. Bösartige Winzlinge hausten hier unten. In der Hoffnung neue Gefangene für ihre bösen Quälereien zu fangen, war an eine gütliche Einigung mit den Winzlingen nicht zu denken. Die kleinen bösartigen Feenwesen griffen sofort an.

Tagebuch Raklgrash

Nachdem wir nun mehrere Wochen gemeinsam auf Reisen sind und Malekith bei den ganzen Abenteuern und Erlebnissen mehrfach erfahren hat, dass er mir vertrauen kann, und nachdem er nun fast jeden Abend in seinem vermaledeiten Zauberbuch von diesem Gareth geschmökert hat, rückt er es dennoch bei besten Gelegenheiten nicht an mich raus. Und er setzt sogar noch an Dreistigkeit obendrauf, indem er nur so tut, als würde er darin lesen, nur dass ich es nicht für mich beanspruche. Das ist wider unserer Abmachung, weswegen ich Malekith aktuell nicht mehr vertraue!!! Ich werde keine Vereinbarungen mehr mit ihm treffen, solange es dabei nicht um mein Leben geht. Er hat einen langen und steinigen Weg vor sich, mein Vertrauen zurück zu erlangen, wenn er dies anstrebt. Bei uns im Karneval hat man Vertragsbrecher ausgepeitscht und als Hauptattraktion nackt am Pranger stehend mit Eiern bewerfen lassen. Jeder der mitten ins Gesicht oder auf sein Hinterteil getroffen hatte, durfte einen Wurf auf sein Gemächt versuchen. Wer auch dies traf, sodass der Sünder ein schmerzverzerrtes Gesicht auflegte, durfte sich mit dem Verbrecher zeichnen lassen. Selbstverständlich wurde der Missetäter mit weinendem, schmerzverzerrtem Gesicht gezeichnet.

Das, lieber Malekith, steht dir bevor, solltest du ein weiteres Mal, einen Vertrag brechen. Und ich gehe davon aus, dass selbst Padrym bei meiner Argumentation nicht widersprechen kann.

So, nachdem meinem Frust etwas Luft verschafft wurde, möchte ich kurz niederschreiben, wie es mir die Tage in der Gruppe völlig unterschiedlicher Abenteuerer so ergangen ist. Ich fühle mich mittlerweile sehr wohl in der Gruppe. Padrym und Farli sind zwei sehr tapfere, starke aber, wie ich kürzlich feststellen musste, leicht durch Erz ablenkbare Zwerge. Da drängt sich mir die Frage auf, was passiert, wenn wir eine weitere Bande Banditen erledigen wollen, im Lager sich jedoch ein Haufen von Gegenständen aus Gold, Silber oder gar Adamant, was Farli einmal erwähnte, liegt. Sind unsere Zwerge dann “ausgeschaltet”? Hm das wäre eine gute Abrichtungsmöglichkeit hihi. Komm Farli, komm Padrym, kriegst auch einen Goldklumpen, wenn du mir die Füsse massierst. Hahahahaha. räusper
Zu Malekit äußere ich mich nicht weiter, außer, dass er es zumindest versteht, ein Meer von Farben zu erstellen…..Magier eben…..einfallslose Möchtegernzauberkundige. Wie macht er eine Kerze an? Mit sprühenden Farben? Haha. Ach es tut so gut, hier mal ein bisschen Ärger niederzuschreiben.
Was Nikanor angeht, habe ich jedoch nichts Negatives zu schreiben. Gut, er ist manchmal etwas träge, wenn es darum geht, Neues zu erleben aber er ist nun mal kein Gnom, der die Abwechslung liebt. Ich glaube, er benötigt soviel Zeit, sich an etwas zu gewöhnen, damit er als Schurke immer sehr gut vorbereitet ist. Nikanor ist so etwas wie mein Cousin geworden, der mir stets zur Seite steht. Allerdings weiß ich nicht, ob er einen Hintergedanken hat, da Schurken sich nicht so sehr auf einzelne Personen einlassen und stets eine Alternative zur Hand haben. Warten wir es ab.
Belgom und Xragosh sind meine treuesten Begleiter. Selbst in der Nacht, im Dunkeln oder im Traum weichen sie nicht von meiner Seite.

Nachdem wir nun gemeinsam, dieses eine Buch gestohlen, einen Angriff von hochrangigen Söldner abgewendet, viele Meilen von Gelände erkundschaftet, fremde riesige Tiere gefunden und erlegt, einen Angriff der Banditen vereitelt, alchemistische Künste begutachtet, ein komplettes Banditenlager occupiert und schließlich von diesem wunderbar süßen Gebräu “Met” gekostet haben, freue ich mich bereits auf den nächsten Tag voller unerwarteter Abenteuer und Erlebnisse.

Tagebuch Nikanor

Bei Shelyns wohlgeformten Titten, was für ein Kampf! Hätte mir dieser verrückte Gutzwerg nicht beigestanden, den ich eigentlich für sein einfältiges Verhalten hatte schelten wollen, hätte es durchaus sein können, dass ich mich vor Pharasmas Richtstuhl wiedergefunden hätte. Auch wenn ich weiterhin der Meinung bin, dass Padrim sich zu sehr in die Rolle des edlen Paladins hineinsteigert: Ich kann nicht leugnen, dass er ein hartgesottener Bursche ist (wahrscheinlich sind seine Eier aus Adamant, oder aber wenigstens aus Blei). Mal davon abgesehen schulde ich ihm nun mein Leben, also werde ich sein überkanditeltes Verhalten erst einmal kritiklos ertragen müssen, um nicht allzu undankbar zu erscheinen.


Session 6: Bis die Seele gefriert!


anwesende Charaktere

Nikanor
Raklgrash Bottichstampfer
Malekith Koor Mass
Padrym Kupferschlag
Farli Markstein

06. Desnus 4709, Sonntag, Grüngürtel
Weiter führte der Gang in die Eingeweide der Erde, tiefer in die Abgründe. Manch Gefahr musste gemeistert werden. So stellte sich der Anführer des Winzling-Clans mitsamt seines “Haustieres” (einer Riesenzecke) zum Kampf. Letzten Endes konnte die böse Kreatur besiegt werden. Angeschlagen zogen sich die Helden zurück zur Oberfläche, wollten die Geheimnisse dieses Baus bei einem erneuten Ansturm erkunden. Als Beute trugen die Helden eine blutverschmierte Elfenbeinstatue mit sich, welche einen reptilienhaften Götzen darstellt….

Das Schicksal hatte es an diesem Tag auf die Pioniere aus Restow abgesehen. Gemeinsam ritten sie zurück zur Felsspalte (welche in naher Zukunft zu einer Goldmine heranreifen sollte) um sich dort auszuruhen. Am Rande des Zusammenbruchs schliefen schließlich bald fast sämtliche Mitglieder der Gruppe in einen traumlosen Schlaf.
Diese Gelegenheit nutzte Nikanor um an das wertvolle Buch des Magiers Malekith zu gelangen. Zu lange hatte der Elf es schon unter Verschluss, hatte sogar eine Abmachung mit seinem Kumpel Raklgrash direkt missachtet. Nun wollte man einen Blick auf dieses Kleinod werfen. Doch es sollte anders kommen…..

Nikanor hatte gerade seine Finger um den Folianten gelegt, da brach eine eisige Explosion aus dem Buch hervor und tauchte die nächste Umgebung in eisigen Tod und Raureif.
Der Schurke schrie vor Schmerzen auf als seine Arme vom Frostbrand befallen wurden. Vom Elfen derweil war nichts zu hören.

Seine Gestalt war gänzlich vom Eis überzogen. Nein, sein Körper war zu Eis geworden. Der Winterelf war tot, war zu dem geworden was er so verehrte.

Was folgte, kann sich jeder vorstellen.

Letzten Endes war niemand vom Tod des Magiers begeistert, doch handelte es sich hier um einen schicksalhaften Schlag. Niemand konnte auch nur ahnen welche Kräfte das Buch besaß. Hätte der Elf doch nur davon berichtet, wäre er heute noch am Leben.

So schlossen sich die Finger des Gnoms um das Zauberbuch des Amarandlon….

07. Desnus 4709, Mondtag, Grüngürtel
Am Morgen ritt man zurück zu Olegs Handelsposten um sich neuzuformieren. Dort angekommen wurde man auf einen neuen Gast Olegs aufmerksam: ein unscheinbar wirkender Mann namens Djod Kavken, einem Erastil-Geweihten aus Galt.
Die Tragödie um den Tod Malekiths nahm den gebeutelten Nikanor sichtlich mit und so war er sehr empfänglich für Djods Ausführungen zu den Parabeln des Erastil. Sie unterhielten sich bis weit in die Nacht hinein über den Glauben an den Jäger.

08. Desnus 4709, Mühtag, Grüngürtel
Eigentlich wollte man an diesem Tag wieder in die Wildnis ziehen, doch war dies den beiden Zwergen nicht möglich. Ihre Wunden hatten sich entzündet und ein Fieber brannte in ihren Körpern. Es war wohl Schicksal das Djod zur Stelle war und sich um die beiden Kranken kümmerte.
Um nicht wie gefangene Tiere im Käfig auszuharren, unternahmen die anderen beiden einen Ritt zu Bokken um dessen Trankangebot in Anspruch zu nehmen. Noch am gleichen Abend kehrten sie zum Handelsposten zurück.

09. Desnus 4709, Wohltag, Grüngürtel
Man ritt an diesem Tag zurück zur Goldmine um die sterblichen Überreste des Elfen zu begraben.

10. Desnus 4709, Schwurtag, Grüngürtel
Man erreichte die künftige Mine und Nikanor konnte einen Teil der Überreste bergen, bevor die lebendige Pflanze sich auf ihn stürzen konnte. Draußen begrub man den Elfen. Jeder versuchte seinem Glauben entsprechend ein würdiges Begräbnis zu gestalten. Nun ruhte der Elf in der kalten Erde. Schließlich ritt man weiter zur alten Platane und drang in sie ein…

Beim Überqueren einer Erdspalte wurden sie von einem wahrhaft gigantischen Wesen angegriffen: einem Monstrum an Tausendfüssler welcher fast die gesamte Spalte auszufüllen schien hatte es auf das süße Fleisch der Eindringlinge abgesehen.
Die Helden schlugen tiefe Wunden in den Panzer der Kreatur, doch schien diese zu mächtig zu sein. Mit der Verzweiflung eines Verlorenen ging Raklgrash in sich und suchte verzweifelt nach einer Lösung mit der er seine Kameraden retten konnte.

Und wieder einmal griff der Geist des toten Magiers Amarandlon in das Geschehen ein. Letzten Endes konnte das Ungetüm mit der Macht des Frostes besiegt werden. Stille senkte sich über die Tunnel und Höhlen als die Helden erschöpft zu Boden sanken.

Tagebuch Nikanor

Malekith ist tot und sein Blut, oder bessergesagt, die tiefgefrorenen Reste davon, klebt an meinen Händen. Ich hielt mich nie für einen sentimentalen oder gar religiösen Mann, in meinem Metier sollte man eher davon absehen, sich allzu tief im Zwischenmenschlichen zu verstricken, aber der Tod des Winterelfen hat mich schwerer getroffen als ich das selbst erwartet hätte. Mir war zu Beginn dieses “Ausfluges” durchaus klar, dass es wohl nicht ohne Verluste über die Bühne gehen würde, aber Malekiths Ende hatte da seine ganz eigene Qualität, insbesondere deshalb, weil es ein so sinnloser Tod war. War er vielleicht noch kein Freund, so war er wenigstens ein ehrbarer Begleiter der nicht wenige Kämpfe mit uns durchgestanden hat. Ich verfluche mein flatterhaftes Gedächtnis: Hätte ich mich nur daran erinnert, dass dieses dreimal verfluchte Buch sich gerne mit Frost zur Wehr setzt, hätte ich nie versucht es Malekiths Rucksack zu entwenden und es Raklgrash in die Hände zu spielen. Nun habe ich dem Vertrauen, welches mir von meinen Begleitern entgegengebracht wurde deutlichen Schaden zugefügt und schlimmer noch, ich habe einen Unschuldigen auf dem Gewissen. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, hat Raklgrash sich jetzt tatsächlich des Buches angenommen und ich fürchte, dass er mit Amarandlon wenig Gutes anstellen wird, wenn sich seine Unernehmungslust wieder einmal äußert.


Wiki – Neu-Stetven

Choral, der Eroberer errichtete nach seinem erfolgreichen Feldzug die brevische Hauptstadt Neu-Stetven auf den Ruinen der ursprünglichen taldanischen Ansiedlung Stetven. Trotz der jüngsten Unruhen ist sie weiterhin das Zentrum der politischen und wirtschaftlichen Macht des Landes. Besonders wichtig ist Neu-Stetvens Funktion als Handelsumschlagplatz – über den Östlichen Sellen gelangen Waren nach Brevoy, bzw. aus Brevoy ins Ausland, außerdem treffen sich hier die wichtigsten Handelsstraßen am Ufer des Reykalsees.

Neu-Stetvens Spitzname “Stadt der hölzernen Paläste” stammt von der uneingeschränkten Nutzung von Bauholz zur Errichtung aller möglicher Bauwerke- von Mauern und Häusern zu Herrenhäusern und Festungen. Selbst einige Straßen sind mit Planken gepflastert, die im fast permanenten Schlamm liegen, der von Schnee und Schmelzwasser erzeugt wird. Erhöhte hölzerne Gehwege sind in den wohlhabenderen Teilen der Stadt üblich, so dsas die Leute mit dem Matsch so wenig Kontakt wie möglich haben. Die einzigen großen steinernen Bauwerke sind die Rubinburg, der Sitz der Macht der brevischen Krone, und Gorums Bollwerk, Brevoys größter Tempel des Eisernen Fürsten. Das alte Stetven wurde durch Feuer zerstört und Feuer ist auch für Neu-Stetven eine ständige Bedrohung. Die Stadt ist stark auf die Hilfe von Freiwilligen angewiesen, welche, von den ansässigen Zauberkundigen unterstützt, die paar Feuer löschen, die jedes Jahr ausbrechen.

-grannus-

Veröffentlicht von grannus

Über mich kannst du auf dem Blog unter "Team" lesen. Ansonsten bin ich am liebsten Papa, Autor und Spielleiter.

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